Verbraucherzentrale Bayern legt Jahresbilanz für 2019 vor

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Die Gesamtbilanz für 2019 zeigt: Über 38.000 Ratsuchende hat die Verbraucherzentrale Bayern im Jahr 2019 ausführlich beraten – in den Bereichen Verbraucherrecht, Finanzen und Versicherungen, Ernährung und Energie. Darüber hinaus erteilte die Verbraucherzentrale Bayern knapp 44.000 Kurzinformationen und Auskünfte. Und mehr als 73.000 Personen nahmen an Vorträgen und Aktionen teil oder besuchten Ausstellungen. „Die Beratung und Hilfestellung bei verbraucherrechtlichen Fragen war in 2019 wieder ein großer Schwerpunkt. Dabei ging es zum Beispiel um Streaming-Dienste, unberechtigte Inkassoforderungen oder gekündigte Prämiensparverträge von Sparkassen“, so Marion Zinkeler, Vorständin der Verbraucherzentrale Bayern. Sehr gefragt waren auch die Themen Versicherungen, Altersvorsorge und Energiesparen.

Schattenseiten des Internets
Das Internet ist inzwischen aus dem Alltag der meisten Verbraucher nicht mehr wegzudenken. „Doch wie so häufig sorgten unseriöse Anbieter für viele Anfragen“, sagt Marion Zinkeler. So waren Fake-Shops und untergeschobene Abos beim Online-Dating nur ein Teil der Themen, mit denen die Experten der Verbraucherzentrale in der Rechtsberatung zu tun hatten.

Anlässlich des alljährlichen Weltverbrauchertages am 15. März machten die Verbraucherschützer auf den Identitätsdiebstahl im Internet aufmerksam – eine Gefahr, die ständig wächst. Von Identitätsdiebstahl spricht man, wenn Kriminelle im Internet gestohlene Daten für Betrügereien verwenden. „Mit Hilfe der erspähten Daten werden im Internet kostenpflichtige Abos abgeschlossen, Nutzerkonten eingerichtet oder Waren bestellt“, erläutert Marion Zinkeler. Die Verbraucherzentrale Bayern hält Handlungsempfehlungen bereit, wie sich Verbraucher schützen können und was im Ernstfall zu tun ist.

Ärger mit Telefonverträgen
Unverständliche Rechnungen, untergeschobene Verträge und Probleme mit Drittanbietern – das waren nur einige von vielen Problemen mit Telefonverträgen. „Wenn sich Verbraucher an uns wandten, hatten sie oft bereits längere Zeit vergeblich versucht, ihre Rechte durchzusetzen“, berichtet Marion Zinkeler. Nicht selten wurden sie von den Unternehmen einfach hingehalten. „Mit individueller Beratung und durch konkrete praktische Hinweise konnten wir vielen Betroffenen helfen. Und falls erforderlich führten wir eine außergerichtliche Rechtsvertretung durch, um die berechtigten Interessen der Verbraucher durchzusetzen“, so die Vorständin der Verbraucherzentrale Bayern weiter.

Altersvorsorge im Zinstief
In Zeiten niedriger Zinsen ist die private Altersvorsorge eine besondere Herausforderung. Für Verbraucher war es nach wie vor schwer, sich auf dem undurchsichtigen Produktmarkt zu orientieren. Entsprechend hoch war die Nachfrage nach einer persönlichen Beratung zur Altersvorsorge und Geldanlage, um sich über lohnenswerte Finanzprodukte Klarheit zu verschaffen. Auffällig waren die vielen Fragen zu Aktienfonds und ETF aber auch zur Riester-Rente und einer betrieblichen Rente.

Energieberatung im Trend
Besonders stark nachgefragt war im Jahr 2019 die Beratung zum Energiesparen und zum energetischen Sanieren. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Heizungserneuerung und zu Photovoltaikanlagen inklusive Batteriespeicher. Viele Ratsuchende nutzten einen Termin bei den Experten, um sich beispielsweise individuell über sinnvolle Investitionen und Förderprogramme beraten zu lassen. Gefragt waren auch die verschiedenen Vor-Ort-Checks wie der Heiz-Check oder der Eignungs-Check Solar.

Fakten zum Thema Lebensmittelverschwendung
Die Verbraucherzentrale Bayern veröffentlichte auf ihrer Homepage eine neue interaktive Informationsplattform mit Fakten rund um das Thema Lebensmitteverschwendung. Dort finden Verbraucher vielfältige praktische Haushaltstipps und kreative Rezepte für die Resteküche. Schon Kindern und Jugendlichen sollte nach Ansicht der Verbraucherzentrale Bayern verdeutlicht werden, wie sich die Vergeudung von Lebensmitteln auf die Umwelt und das Klima auswirkt. Für verschiedene Klassenstufen wurden Arbeitsmaterialien entwickelt, die Lehrkräfte kostenlos auf www.verbraucherzentrale-bayern.de herunterladen können.

Aktuelle Info: Die persönliche Beratung ist wieder möglich
Wegen der Corona-Pandemie fand die Verbraucherberatung für längere Zeit online und telefonisch statt. Seit dem 1. Juli werden Verbraucher in den Beratungsstellen wieder persönlich beraten. Die Beratung findet nur nach Termin statt, um volle Wartebereiche zu vermeiden. Eine Terminvereinbarung ist möglich unter Tel. (089) 55 27 94-0 oder direkt online auf www.verbraucherzentrale-bayern.de. Dort gibt es weitere Informationen zum Beratungsangebot und den Preisen. Diese sind bis zum 31. Dezember entsprechend der Mehrwertsteuersenkung reduziert.


Den kompletten Jahresbericht 2019 finden Sie als Download unter Jahresbericht 2019.

 

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