Warum haben aufgewärmte Kartoffeln weniger Kalorien?

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Essen, Trinken und Genuss – hätten Sie‘s gewusst?

Kartoffeln gekocht in einer Schale
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Gekochte Kartoffeln vom Vortag enthalten etwas weniger Kalorien als frisch zubereitete. Das liegt an der sogenannten resistenten Stärke. „Kühlen erhitzte, stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis ab, wird ein Teil der Stärke unverdaulich. Dadurch steht sie dem Körper nicht mehr zur Verfügung“, erklärt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Resistente Stärke gehört zu den Ballaststoffen. Sie ist vor allem in rohen Kartoffeln und grünen Bananen, aber auch in Vollkornbrot und Hülsenfrüchten zu finden. Die resistente Stärke passiert den Dünndarm unverdaut und wird erst im Dickdarm von den Dickdarmbakterien verarbeitet. Studien belegen ihre positive Wirkung auf die Darmgesundheit und den Blutzuckerspiegel. Der Kaloriengehalt resistenter Stärke ist etwa halb so hoch wie der von verwertbaren Kohlenhydraten. Leichter Abnehmen lässt sich mit aufgewärmten Kartoffeln nicht, denn beim Abkühlen wird nur ein kleiner Teil der Stärke umgebaut. 100 Gramm abgekühlte Kartoffeln enthalten 3,5 Kilokalorien weniger als frisch gekochte.

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