Was tun, wenn meine Online-Bestellung nicht ankommt?

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Geht bei Kaufverträgen zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher die bestellte Ware auf dem Versandweg verloren, können Sie nicht verlangen, dass Ihnen die Ware noch einmal geliefert wird. Allerdings müssen Sie nichts bezahlen, wenn Sie die Ware nicht erhalten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Geht bei Kaufverträgen zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher die bestellte Ware auf dem Versandweg verloren, können Sie nicht verlangen, dass Ihnen die Ware noch einmal geliefert wird.
  • Allerdings müssen Sie nichts bezahlen, wenn Sie die Ware nicht erhalten.
  • Wer von seinem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch macht, sendet die Ware auf Gefahr des Unternehmers zurück.
Trauriges Paket zwischen anderen Paketen
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Geht bei Kaufverträgen zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher die bestellte Ware auf dem Versandweg verloren, können Sie nicht verlangen, dass Ihnen die Ware noch einmal geliefert wird. Das gilt jedenfalls dann, wenn der Unternehmer einen zuverlässigen Spediteur ausgesucht hat. Denn mit der Übergabe an ein solches Unternehmen habe der Anbieter seine Vertragspflichten erfüllt, meint der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 302/02).

Allerdings müssen Sie nichts bezahlen, wenn Sie die Ware nicht erhalten. Das Versandunternehmen darf den Kaufpreis also erst dann fordern, wenn die Ware den Empfänger nachweislich erreicht hat. Dafür ist in der Regel eine persönliche Übergabe durch den Paketdienst erforderlich. Die Sendung kann aber auch einem Familienangehörigen ausgehändigt werden. Verschwindet sie danach im Nirwana, müssen Sie den Kaufpreis grundsätzlich trotzdem bezahlen. Auch wenn Sie sich weigern, die Ware anzunehmen oder irrtümlich eine falsche Lieferadresse angegeben haben und das Paket deshalb nicht zustellt werden kann, ist der Versandhändler seiner Lieferpflicht nachgekommen.

Nicht auf Ihre Kappe nehmen müssen Sie dagegen Fehler des Zustellers. Stellt der Paketdienst die Sendung einfach vor Ihrer Haustür ab und wird sie gestohlen oder händigt er sie einem Hausbewohner aus, den Sie nicht zum Empfang bevollmächtigt haben, geht der Verlust der Ware auf das Konto des Verkäufers. Sie müssen den Kaufpreis dann nicht bezahlen.

Wer von seinem Widerrufs- oder Rückgaberecht Gebrauch macht, sendet die Ware auf Gefahr des Unternehmers zurück. Wird die gekaufte Sache bei der Rücksendung beschädigt oder geht sie verloren, müssen Sie keinen Ersatz leisten und erhalten den Kaufpreis trotzdem zurück.