Häuslicher Komfort im Alter - so helfen digitale Helfer Senioren zuhause

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Automatisches Licht, saubere Böden und immer frische Luft – bequem vom Sofa aus gesteuert. Digitale Assistenzsysteme erleichtern Senioren das tägliche Leben.   

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gutes Licht erhöht die Sicherheit, sorgt für gute Laune und strukturiert den Tag.
  • Fenster und Türen lassen sich bequem per Chip, Transponder oder Fingertipp öffnen und schließen.
  • Saugroboter erleichtern das Putzen, Suchhilfen stöbern verlorene Schlüssel auf.
  • Smart TV und digitale Kühlschränke denken mit.
Jemand hält ein Smartphone in der Hand, das verschiedene Geräte im Haus steuern kann.
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Automatische Lichtsteuerung erhöht Sicherheit und hellt Stimmung auf 

Im Alter lässt die Sehfähigkeit nach, Teppichkanten oder Stufen sind im Dunkeln schlechter zu erkennen. Abhilfe schaffen Orientierungslichter für die Steckdose. Sie schalten sich über einen Bewegungsmelder oder Helligkeitssensor ein und aus. Zur Markierung von Treppenstufen eignen sich ferngesteuerte LED-Streifen.

Am Schreibtisch oder in der Küche erleichtern Ihnen helle Strahler das Arbeiten, abends hingegen braucht die Seele stimmungsvolles, gedämpftes Licht. Moderne LED-Leuchten bieten diverse Farbspektren und Helligkeitsstufen und lassen sich über eine Fernbedienung ansteuern. 

Vor allem für Senioren empfiehlt sich eine Beleuchtung, die sich dem Tagesverlauf bzw. dem Biorhythmus anpasst (zirkadiane Lichtsteuerung):

  • helleres, kälteres Licht am Vormittag,
  • eher wärmeres, gedimmtes zum Abend hin.
     

Dies hilft vor allem an Demenz erkrankten Menschen, ihren Tag zu strukturieren.

Bei der automatischen Steuerung der Beleuchtung punktet die Smart Home-Technik: Die Lichtquellen sind per Funk miteinander vernetzt. Die Steuerung regeln Sie vom Tablet oder Smartphone aus. Viele Systeme integrieren zudem die Schaltung der Heizung oder Rollläden. Voraussetzung dafür ist ein stabiles Heimnetzwerk, je nach Funktionsweise auch eine verlässliche Internetverbindung. 

„Licht aus!“ auf Sprach-Kommando

Wenn Sie mit der Zeit gehen möchten, holen Sie sich für die Bedienung der Lichtquellen eine Sprachsteuerung ins Haus: Solche Sprachassistenzsysteme laufen allerdings über eine Cloud. Achtung, Datenschutz!

Türen öffnen oder Fenster schließen – per Fingertipp

Es geht auch ohne Schlüssel. Heute öffnet sich die Haustür, ähnlich wie im Hotel, mit einem Chip oder Transponder. Vorteil: Bei Verlust müssen Sie nur den Chip „sperren“ lassen, ein neuer kostet weniger als 20 Euro. Auf Wunsch hängt auch ein Gerät neben der Tür, das Ihren Fingerabdruck erkennt und so den Zutritt zum Haus gewährt.

Sehr komfortabel ist es, wenn sich die Fenster automatisch schließen und öffnen. Der Motor legt entweder per Fernbedienung los, wenn eine integrierte Uhr den Befehl gibt oder sobald ein Sensor erkennt, dass es regnet – ideal bei Dachfenstern. Auch intelligente Jalousien regeln ihre Einstellung von allein. Damit sie bei Stürmen nicht beschädigt werden, öffnen sie sich aber auch wieder automatisch. 

Ganz modern steuert das Smart Home alle Schalter, Schlösser und Sensoren. Beispiel: Wenn Sie das Haus verlassen, schließen sich sämtliche Fenster, das Licht geht aus und die Heizung fährt herunter. Achtung: Wenn Sie Fenster- und Türschließsysteme über das Internet steuern, achten Sie auf eine sichere Verbindung.  

Wo ist mein Schlüssel? Smarte Suchhilfen finden ihn wieder

Das passiert jedem mal: Autoschlüssel, Brillenetui oder Geldbörse sind verschwunden, die Sucherei kostet viel Zeit und Nerven. Hier erweisen sich Schlüsselfinder (engl.: Keyfinder) als rettende Engel für etwa 15 Euro: Mini-Empfänger, die am Schlüsselbund hängen und hörbar piepen, wenn Sie am Sender den Knopf drücken. Fürs Portemonnaie gibt es Empfänger auch im EC-Kartenformat. 

Beide Geräte kommunizieren über Bluetooth miteinander, also ohne Internetverbindung. Üblich sind Reichweiten um die 60 bis 100 Meter. 

Saugroboter

Staubsaugen ist anstrengend, wischen ebenso. Zum Glück übernehmen Roboter die Arbeit, am liebsten auf glatten Böden. Hochwertige Saugroboter „vermessen“ erst die Wohnung und arbeiten dann ihre feste Route ab – zu einer bestimmten Zeit und wenn Sie nicht zu Hause sind. Am besten Sie prüfen vorab, ob die maximale Stufenhöhe, Durchfahrbreiten und Höhen des jeweiligen Roboters eingehalten werden und damit die gewünschte Raumfläche gereinigt werden kann.

Die surrenden Haushaltshelfer agieren

  • auf Knopfdruck am Gerät,
  • über eine Fernbedienung oder
  • per App auf dem Smartphone.

So lässt sich auch ein Zeitplan für die Reinigung programmieren. 

Wischroboter haben einen Tank, der rund einen halben Liter Wasser schluckt. Das reicht für eine Dreizimmer-Wohnung aus. Kombigeräte können saugen und wischen, allerdings bewerten Tests ihre Qualität sehr unterschiedlich.

Clever fernsehen mit dem Smart TV

Moderne Fernseher sind gleichzeitig ein PC mit Internetverbindung – und damit wahre Multitalente. Filme aus der Mediathek schauen, Musik hören, Spiele spielen: Alles ist möglich. Sind die Geräte smart vernetzt, zeigt der Fernseher auch an, wer gerade an der Tür geklingelt hat. 

Als Alternative zur Fernbedienung kommt das Smartphone als Befehlsgeber auf den Couchtisch. Das läuft über eine Infrarotschnittstelle oder per App über das Heimnetzwerk. Noch bequemer steuert sich der Fernseher mit einem Sprachassistenten.

Ist noch Milch da? Der intelligente Kühlschrank weiß Bescheid

Der Markt der cleveren Kühlschränke entwickelt sich rasant. Bei manchen Geräten hängt ein Tablet an der Tür. So können Sie

  • Einkaufslisten pflegen,
  • Lebensmittel nachbestellen oder
  • Kochrezepte aus dem Internet fischen.   

Einige Kühlschränke gehen noch weiter: Dank einer Kamera im Innenraum haben Sie über Ihr Smartphone jederzeit den Inhalt im Blick. Damit Sie auch beim nächsten Einkauf wissen, ob noch genug Milch da ist.