„Datenschutzauskunft-Zentrale“ versucht abzuzocken

Pressemitteilung vom
Betroffene sollen keinesfalls auf Schreiben eingehen
Off

Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor offiziell wirkenden Schreiben der „Datenschutzauskunft-Zentrale“. Diese verschickt in großem Ausmaß Faxe, die den Eindruck erwecken, dass einer vermeintlich bestehenden Datenschutzpflicht nachgekommen werden müsse. Aktuell wenden sich viele Betroffene an die Verbraucherzentrale Bayern. Sie werden in dem Schreiben aufgefordert, ein Formular auszufüllen und dieses innerhalb kurzer Zeit zurück zu senden. „Die angebliche Datenschutzauskunft-Zentrale ist aber keineswegs eine offizielle Stelle. Es handelt sich hierbei eindeutig um Abzocke“, so Tatjana Halm, Juristin der Verbraucherzentrale Bayern.

Denn durch das Absenden des Formulars bestellt man ein sogenanntes „Leistungspaket Basisschutz“, das mit einem jährlichen Preis von 498 Euro und bei einer dreijährigen Lauf-zeit mit 1.494 Euro zuzüglich Umsatzsteuer zu Buche schlägt. Die Verbraucherzentrale Bayern rät, das Schreiben der „Datenschutzauskunft-Zentrale“ zu ignorieren. Wer das Formular bereits unterschrieben hat, sollte sich darauf berufen, dass kein Vertrag zu Stande gekommen ist und sich rechtlich beraten lassen. Verbraucher, die datenschutzrechtliche Fragen haben, können sich an die Online-Beratung der Verbraucherzentrale wenden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de.

Nach Erfahrung der Verbraucherschützer gibt es zahlreiche ähnliche Versuche, mit dieser Art von angeblicher Dienstleistung Kasse zu machen. Die Verbraucherzentrale Bayern rät daher, sämtliche Anfragen im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), auch wenn sie zunächst offiziell erscheinen, sorgfältig zu lesen und keinesfalls einfach zu unterschreiben.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Eine Frau sucht auf einer Streamingplattform nach einem Film.

Neue Gebühren bei Prime Video: vzbv plant Klage gegen Amazon

Änderungen bei Amazon Prime Video: Was Sie zu den neuen Werberichtlinien von Amazon Prime wissen sollten – und wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) für Ihre Rechte kämpft.