Verbraucherwissen: Besser informiert auf dem Land

Pressemitteilung vom
Verbraucherzentralen und LandFrauen ziehen nach Projektende positive Bilanz
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Zum Ende der Projekte „Information zum Verbraucherschutz in ländlichen Räumen“ der Verbraucherzentralen und „LandFrauenGuides – Verbraucherinfos auf’s Land gebracht“ des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) lud der dlv am gestrigen Donnerstag, den 11. November, zu einer Abschlussveranstaltung in Berlin ein. Vertreterinnen und Vertreter der beiden Vereine sowie des Ministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz blickten dabei auf gemeinsam Erreichtes zurück.

Expertenwissen für Verbraucher auf dem Land
Die Projekte waren als deutschlandweite Modellkooperation im Mai 2019 gestartet und hatten das Ziel, Bürger in ländlichen Räumen verstärkt in verbraucherrechtlichen Fragen zu unterstützen. Als zentrale Maßnahme wurden 21 ehrenamtliche LandFrauen zu sogenannten LandFrauenGuides ausgebildet. In Kurzvorträgen und Veranstaltungen gaben diese ihr Wissen an Menschen in ländlichen Regionen weiter. Zur Unterstützung der Arbeit der LandFrauenGuides vor Ort bauten die Verbraucherzentralen ein Netzwerk an Fachreferenten für wirtschaftlich-rechtliche Verbraucherschutzthemen auf. Diese Experten wirkten an zahlreichen Veranstaltungen der Land-FrauenGuides und weiterer LandFrauen mit. „Mit der gelungenen Verknüpfung des Fachwissens der Verbraucherzentralen und dem Engagement der LandFrauenGuides, die zudem eine tolle Reichweite in die ländlichen Räume haben, konnten wir die ländliche Bevölkerung gezielt erreichen und informieren“, sagt Marion Zinkeler, Vorständin der Verbraucherzentrale Bayern. Petra Bentkämper, dlv-Präsidentin, ergänzt: „Als Kooperationspartner haben wir uns in idealer Weise ergänzt und unser gemeinsames Projekt in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zum Erfolg geführt. Ich bin mir sicher, dass das gewachsene Netzwerk zwischen LandFrauen und Verbraucherzentralen Bestand haben wird, weiter gedeiht und Verbraucherinnen und Verbrauchern in ländlichen Regionen auch in Zukunft davon profitieren.“

Neue Herausforderung durch Corona-Pandemie
Die Corona-Pandemie stellte die Beteiligten vor große Herausforderungen. Ohne persönlichen Kontakt zu Verbraucherinnen und Verbrauchern mussten viele als Präsenzveranstaltungen geplante Aktivitäten digital umgesetzt werden. Mit verschiedenen innovativen Konzepten trugen die Landfrauen ihr verbraucherrechtliches Wissen auf neuen Wegen in die ländlichen Räume. So gab es beispielsweise eine bundesweite Kampagne mit Erklärfilmen. In insgesamt zehn Videos erhalten Verbraucher seitdem wertvolle Tipps zu Themen wie beispielsweise „Digitales Bezahlen“ oder „Widerruf von Haustürverträgen“. Die Erklärvideos, die auch in Gebärdensprache produziert wurden, sind auf www.verbraucherzentrale.de/laendliche-raeume/videos zu finden.

Die nötige Medienkompetenz für Formate wie Online-Vorträge und virtuelle Expertenchats vermittelten die LandFrauenGuides dabei auch an die Verbraucher. „Ohne den engagierten Einsatz und den tatkräftigen Pragmatismus der LandFrauenGuides hätten wir diese Umstellung auf digitale Formate sicherlich nicht so gut und erfolgreich gemeistert“, betont Marion Zinkeler.

Das Projekt hat die bundesweite Zusammenarbeit zwischen den Verbraucherzentralen und den LandFrauen nachhaltig gestärkt. Nach dem offiziellen Projektende soll die Kooperation auch in Zukunft fortgeführt werden.
Das noch bis Ende 2021 laufende Bundesprojekt „Information zum Verbraucherschutz in ländlichen Räumen“ der Verbraucherzentralen wird durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Förderhinweis Ländliche Räume + Logo Deutscher LandFrauenverband

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