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Rückruf der Großmetzgerei Sieber wegen Listerien

Pressemitteilung vom

Verbraucherzentrale Bayern: Kunden sollten besser informiert werden

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Nach einer amtlichen Anordnung muss die Großmetzgerei Sieber alle Produkte ihres Sortiments vom Markt nehmen. Diese sind möglicherweise mit Listerien belastet und gesundheitsgefährdend. Die Verbraucherzentrale Bayern kritisiert, dass Verbraucher nur schwer herausfinden können, ob sie betroffene Produkte eingekauft oder verzehrt haben. Die Informationen auf dem offiziellen Portal "lebensmittelwarnung.de" halten die Verbraucherschützer für wenig hilfreich. Dort sind der Rückruf des Unternehmens und eine Auflistung sämtlicher Produkte eingestellt. "Diese Liste ist wegen zahlreicher Abkürzungen und fehlender Abbildungen für Verbraucher teilweise unverständlich. Nicht erkennbar ist, welche Händler betroffene Waren offen an der Wursttheke verkauft haben und an welche Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung geliefert wurde", sagt Marion Breithaupt-Endres, Vorstand der Verbraucherzentrale Bayern. Außerdem fehle der sehr wichtige Hinweis auf das Identitätskennzeichen der Firma Sieber, das auf jeder Verpackung zu finden ist mit den Buchstaben BY für Bayern und der Nummer 10751.

Auf dem Portal gibt es auch keine Empfehlung, wie man sich nach dem Verzehr von möglicherweise betroffenen Erzeugnissen verhalten soll. Den Hinweis der Firma Sieber in ihrem Rückruf, die gekauften Produkte zu vernichten, kann Marion Breithaupt-Endres nicht nachvollziehen "Wir raten, die Verpackung direkt im Geschäft zu reklamieren und den Preis zurückzuverlangen."

Eine Listerien-Infektion ist meist unauffällig oder nimmt einen eher harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen oder Erbrechen und Durchfall. Für Risikogruppen wie ältere oder immungeschwächte Personen sowie Säuglinge und Schwangere können Listerien gefährlich sein. "Grundsätzlich ist allen Personen, die entsprechende Produkte der Firma gegessen haben und Symptome aufweisen oder innerhalb von zwei Monaten entwickeln, zu empfehlen, einen Arzt aufzusuchen und ihn dabei auf den Verzehr von möglicherweise mit Listerien belasteten Lebensmitteln hinzuweisen", so die Verbraucherzentrale Bayern.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.