Wohnungsbaugenossenschaften: Anlegern drohen Risiken

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Finanzvermittler und Anbieter verkaufen zunehmend Beteiligungen an Wohnungsbaugenossenschaften als Geldanlage. Doch bei der Verbraucherzentrale Bayern häufen sich die Beschwerden von Anlegern. Sie beklagen, die Mitgliedschaften bei Genossenschaften unwissentlich abgeschlossen zu haben. Tatsächlich wird nach Erfahrung der Verbraucherzentrale in vielen Vermittlungsgesprächen nicht klar, dass die Verbraucher keinen Sparvertrag abschließen, sondern Genossenschaftsanteile kaufen. Auch auf mögliche Gefahren weisen die Anbieter oft nicht hin. „Eine Beteiligung an einer Genossenschaft ist aber keine einfache Geldanlage, sondern stellt eine spekulative Beteiligung dar“, warnt Matthias Schmid, Finanzjurist der Verbraucherzentrale Bayern. „Es drohen unbekannte Risiken. Im schlimmsten Fall kann es zum Totalverlust des investierten Geldes führen.“ Die Verbraucherzentrale Bayern rät daher, diese Angebote sehr kritisch zu hinterfragen.

Wie Finanzexperte Schmid aus Beratungen weiß, findet das Vermittlungsgespräch häufig im Zusammenhang mit der Arbeitsstelle statt. Offenbar sollen Sparer im gewohnten Umfeld zu Vertragsabschlüssen bewegt werden. „Die Beteiligungen haben meist lange Laufzeiten und Kündigungsfristen, sodass man nach einer Unterschrift unter Umständen Jahrzehnte an die Verträge gebunden ist“, gibt der Finanzexperte zu bedenken. Haben Verbraucher eine Beteiligung abgeschlossen und möchten sich zu Ausstiegsmöglichkeiten informieren, hilft die Verbraucherzentrale Bayern weiter. Auch bei anderen Fragen zum Thema finden Anleger Unterstützung. Ein Beratungstermin kann vereinbart werden online auf www.verbraucherzentrale-bayern.de oder telefonisch unter (089) 55 27 94-0.

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