Krankenversicherung: Rentnern drohen hohe finanzielle Belastungen

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Hohe Krankenversicherungsbeiträge für Rentner können die Freude am Ruhestand empfindlich trüben. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich die Höhe des Beitrags grundsätzlich nach der Einkommenssituation des Versicherten. „Welche Einnahmearten dabei berücksichtigt werden, ist jedoch abhängig davon, in welche Mitgliedschaft man eingruppiert wird“, sagt Bastian Landorff, Krankenversicherungsexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Die Krankenkasse prüft die Versicherungszeiten, um die Eingruppierung vorzunehmen. Entscheidend ist dabei normalerweise das Erwerbsleben, also der Zeitraum zwischen der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit und der Rentenantragstellung. Der Bezieher einer gesetzlichen Rente muss nachweisen, dass er in der zweiten Hälfte dieses Zeitraums zu 90 Prozent gesetzlich krankenversichert war, um zur Gruppe der krankenversicherungspflichtigen Mitglieder zu gehören. Gelingt das nicht, gerät der Rentner in die sogenannte freiwillige Versicherung. „Zusätzlich zu den ohnehin beitragspflichtigen Einnahmen wie gesetzliche Rente oder betriebliche Altersvorsorge berücksichtigt die Kasse dann auch private Einkünfte wie Kapitalerträge oder Mieteinnahmen“, so Landorff.

Privatversicherte sollten Tarifwechsel in Erwägung ziehen


Das private Krankenversicherungssystem berechnet die Beitragshöhe hingegen unabhängig von den Einkünften. Was auf den ersten Blick als Vorteil erscheint, kann sich langfristig als Nachteil erweisen. Privat krankenversicherte Rentner klagen häufig über starke Beitragssteigerungen im Alter. „Die Erhöhungen können selbst bei einer ordentlichen Rente schnell zu einer großen Belastung werden“, warnt der Krankenversicherungsexperte. Oft lohnt es sich für Privatversicherte, Tarifalternativen zu prüfen. Wer einen neuen Tarif sucht, muss zahlreiche Details beachten.

Bei Fragen rund um das Thema Krankenversicherung im Rentenalter hilft die Verbraucherzentrale Bayern weiter. Beratungstermine können vereinbart werden auf www.verbraucherzentrale-bayern.de oder unter (089) 55 27 94 131.

 

 

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