Besserer Schutz für private Anleger

Pressemitteilung vom
Banken müssen ehrlich beraten und Kosten offenlegen
Off

Im Januar dieses Jahres ist die neue europäische Finanzmarktrichtlinie, kurz MiFID II genannt, in Kraft getreten. „Dieser Richtlinie verdanken wir neue Regeln im Wertpapierhandelsgesetz, die Verbraucher bei der Geldanlage besser schützen“, sagt Susanne Götz von der Verbraucherzentrale Bayern. „Nun fordert sogar das Gesetz, das Wertpapierdienstleistungsunternehmen wie die Banken die Anlageberatung ehrlich, redlich und professionell im bestmöglichen Interesse der Kunden erbringen müssen“, so die Finanzjuristin. Die Vergütung und Bewertung der Mitarbeiter darf mit dieser neuen Verpflichtung nicht kollidieren. Die Verbraucherschützer begrüßen das, denn schon lange fordern sie eine provisionsunabhängige Beratung. Dass sie die Verbraucher nachhaltig schützt, zeigt ein Blick in die Niederlande. Dort kann man nach fünf Jahren provisionsunabhängiger Beratung einen deutlichen Rückgang von fehlerhaften oder schlechten Finanzberatungen verzeichnen.

Für bemerkenswert hält die Verbraucherzentrale Bayern auch die Pflicht, Kosten sowie Zuwendungen an die Bank offenzulegen. Auszuweisen ist, wie sich die Kosten auf die Rendite auswirken. In einem sogenannten Geeignetheitsprotokoll, das das Beratungsprotokoll ablöst, hat die Bank ihre Produktempfehlung darzustellen und zu erläutern. Diese muss zu den Anlagezielen und der Risikobereitschaft des Kunden passen. „Nicht alles ist ganz neu“, sagt Susanne Götz, „denn manches davon wurde zuvor schon von der Rechtsprechung herausgearbeitet“. Das gilt beispielsweise für die Verpflichtung der Banken, eigene Zuwendungen in Form von Rückvergütungen bei der Geldanlage offenzulegen. „Trotz verbessertem Anlegerschutz sollten Verbraucher weiterhin vorsichtig sein“, sagt Susanne Götz. Wem Verluste drohen oder wer falsch beraten wurde, kann sich an die Verbraucherzentrale Bayern wenden und rechtlichen Rat einholen. Eine Terminvereinbarung ist online möglich unter www.verbraucherzentrale-bayern.de oder telefonisch unter (089) 55 27 94 131.

 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Ratgeber-Tipps

Einfach machen - Geldanlage
Wer früh mit der passenden Finanzstrategie startet, kann diese Ziele auch mit wenig Geld erreichen.
Widerruf und Kontaktaufnahme sind nicht möglich

Neue Masche von 1N Telecom: DSL-Vertrag nach Teilnahme an Gewinnspiel

Mit einem gefälschten Online-Gewinnspiel von Aldi lockt das Unternehmen ZooLoo Verbraucher:innen in einen DSL-Vertrag mit der 1N Telecom. Wer teilnimmt, gelangt dann zu einer Auftragsbestätigung für einen Telefontarif des Düsseldorfer Unternehmens. Der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt.
Das Foto zeigt im Vordergrund das Logo der FTI Touristik auf einen Smartphone, im Hintergrund ist die Homepage der FTI Touristik zu sehen

FTI Touristik GmbH ist insolvent – was das für Sie bedeutet

Europas drittgrößter Reiseveranstalter, die FTI Touristik GmbH, ist insolvent. Betroffen sind alle Leistungen und Marken, die Sie direkt bei dem Unternehmen gebucht haben. Was Sie jetzt wissen müssen, falls Sie schon unterwegs sind oder Ihre Reise noch bevor steht.
Fußball-Feier: Deutsche Fußball-Fans beim Public Viewing

Vorsicht vor Fakeshops mit Produkten um die Fußball-EM

Auffällig günstige und sofort verfügbare Trikots und Grills: Vor der Fußball-EM in Deutschland fallen im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen Shops auf, die nun besonders häufig von Verbraucher:innen gemeldet werden.