Urkunden online beantragen: Dubiose Dienstleister kassieren extra ab

Pressemitteilung vom
Die Verbraucherzentrale Bayern rät, sich an offizielle Webseiten zu halten
Off

Viele Behörden bieten die Möglichkeit, offizielle Dokumente im Internet zu beantragen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. „Es gibt viele Dienstleister, die darauf aus sind, beim Verbraucher extra abzukassieren“, sagt Tatjana Halm, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Solche Anbieter leiten die Anträge für zum Beispiel Führungszeugnisse oder Geburtsurkunden meist nur an die zuständige Behörde weiter. Und dafür verlangen sie zusätzliche Kosten. „Häufig kommt es vor, dass Verbraucher das gewünschte Dokument gar nicht erhalten. Stattdessen bekommen sie lediglich Informationen zur Beantragung“, so Tatjana Halm. Dabei sind diese Infos kostenlos bei den Behörden zu erhalten. Die Verbraucherschützerin warnt auch vor dem dreisten Angebot, einen Führerschein online zu erwerben ohne Theorie- und Praxisstunden absolviert zu haben. „Hier kann sich der Verbraucher möglicherweise sogar strafbar machen.“

Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt: Wer offizielle Dokumente online beantragen möchte, sollte auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde nachsehen, ob die nötigen Unterlagen online angefordert werden können. So vermeiden Verbraucher, am Ende doppelt zu zahlen. Wenn bei Angeboten im Netz unklar ist, ob es sich um eine offizielle Website handelt, hilft ein Blick ins Impressum. Bei anfallenden Gebühren rät die Verbraucherzentale Bayern, genau darauf zu achten, wofür diese erhoben werden. Bei Dienstleistern ist dies oft erst aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ersichtlich.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Fernbedienung wird auf Fernseher gerichtet

Nach Abmahnungen: Rundfunkbeitrag-Service kündigt Rückzahlungen an

Nachdem die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt und der Verbraucherzentrale Bundesverband die Betreiber der Webseite www.service-rundfunkbeitrag.de abgemahnt haben, kündigt das Unternehmen an, in vielen Fällen die Widerrufe der Verbraucher:innen zu akzeptieren und Rückzahlungen vorzunehmen.
mehrere Küken stehen in einem Stall auf Stroh

Verbraucher lehnen Kükentöten ab und wünschen sich klare Informationen

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentralen von Dezember 2020 zeigt, dass die Mehrheit der befragten Personen Kükentöten ablehnt. Sie wollen außerdem deutlich erkennen, was hinter Hinweisen wie "ohne Kükentöten" steckt.
Hausfront mit mehreren Balkonen mit Steckersolarmodulen

Neue Gesetze und Normen für Steckersolar: Was gilt heute, was gilt (noch) nicht?

Für Balkonkraftwerke gelten zahlreiche Vorgaben, die politisch oder technisch definiert sind. Was ist heute erlaubt und was nicht? Verschaffen Sie sich einen Überblick über Änderungen und Vereinfachungen.