Tracking in sozialen Medien: So kann man sich schützen

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Online-Communities, Foren und soziale Netzwerke sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie bieten viele Möglichkeiten um sich auszutauschen und zu vernetzen. Doch für die vermeintlich kostenlosen Dienste sammeln Anbieter als Gegenleistung viele Daten. Dazu gehören beispielsweise GPS-Daten, Aufrufe anderer Webseiten und die dortigen Aktivitäten. Das erlaubt Anbietern tiefe Einblicke in das Verhalten und die Interessen von Verbrauchern. „Für Unternehmen sind diese Daten Gold wert“, weiß Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern. „Die Nutzer werden durchleuchtet und es werden möglichst genaue, persönliche Profile erstellt. Damit können Unternehmen entsprechend der Interessen der User passgenaue Werbung schalten.“

Einstellungen für mehr Trackingschutz

Oft ist für Verbraucher schwer erkennbar, welche Daten gesammelt werden. Um sich vor einer Verfolgung zu schützen, können Nutzer auf vielen Plattformen das Tracking zu Werbezwecken ausschalten. Auch das regelmäßige Löschen von Cookies ist sinnvoll. Die Ortungsfunktion sollte ebenfalls ausgeschaltet sein, wenn sie nicht benötigt wird. „Wir empfehlen Verbrauchern, dass sie die Dienste verschiedener Anbieter nutzen“, sagt Tatjana Halm. „So können Nutzer verhindern, dass ein Betreiber alle Daten erhält.“ In den meisten Apps gibt es unterschiedliche Einstellungen zum Datenschutz. Auch diese sollte man verwenden.
 
Weitere Tipps finden Interessierte in den Erklärvideos des Projekts „Information zum Verbraucherschutz in ländlichen Räumen“ unter www.verbraucherzentrale-bayern.de/laendliche-raeume/videos. Das Bundesprojekt wird durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert.

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