Mobile Banking immer stärker im Visier von Cyberkriminellen

Pressemitteilung vom
Off

Viele Verbraucher nutzen ihr Mobiltelefon, um Bankgeschäfte zu tätigen. Damit steigt das Risiko, Opfer von Phishing-Attacken zu werden. „Cyberkriminelle nehmen das Online-Banking auf mobilen Endgeräten immer mehr ins Visier“, warnt Tatjana Halm, Juristin der Verbraucherzentrale Bayern, anlässlich des jährlich im Oktober stattfindenden European Cyber Security Month. „Dabei greifen die Täter mit spezieller Schadsoftware Handys und Tablets von Bankkunden an“, so die Verbraucherschützerin. „Nachdem die Hacker durch die Phishing-Attacke Zugriff auf das Konto der Betroffenen erlangt haben, werden mTans auf Mobilgeräte der Täter umgeleitet. Mit diesen können sie dann Überweisungen tätigen.“ Der finanzielle Schaden für Betroffene ist dabei oft beträchtlich. Laut Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) vom August 2017 lag die Schadensumme im Jahr 2016 bei rund 4.000 Euro pro Fall.

Nutzer fangen sich Schadsoftware auf ihrem Mobilgerät oft über Apps aus unsicheren Quellen ein. Auch lange Update-Zyklen der Hersteller stellen ein Risiko dar, weil viele Sicherheitslücken erst spät geschlossen werden. Geräte mit stark veralteten Betriebssystemen, die im Handel oft preiswert angeboten werden, sind für Cyberkriminelle ebenfalls sehr leicht angreifbar. Die Verbraucherzentrale Bayern rät Nutzern von mobilem Online-Banking, immer die jüngsten Updates des Betriebssystems auf ihren Geräten zu installieren. „Wer mobiles Banking betreiben möchte, sollte grundsätzlich nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen nutzen“, sagt Halm. Verbraucher, die ganz sicher gehen möchten, können zwei Geräte einsetzen: Auf ein Gerät werden die mTans geschickt, mit dem anderen werden die Online-Bankgeschäfte erledigt. Wer Fragen zum Thema hat, kann sich an die E-Mail-Beratung der Verbraucherzentrale Bayern unter www.verbraucherzentrale-bayern.de wenden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.