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Datenschutz im Internet: Tipps für Nutzer im ersten Cryptocafé

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Verbraucherzentrale Bayern veranstaltete in Kooperation mit dem Verein Digitalcourage das erste Cryptocafé.
  • Verbraucher erhielten konkrete Tipps, wie sie ihre Daten im Internet besser schützen können.
  • Mit dabei war auch Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber, der die Initiative zur Verbraucheraufklärung unterstützt.

 

Teilnehmer Cryptocafé in der Beratungsstelle München
Die Teilnehmer des Crypotcafés setzen die Tipps zum Datenschutz gleich an ihren eigenen Handys, Tablets und Laptops um.
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Wie stellt man seinen Browser datenschutzfreundlich ein? Wann ist ein Passwort sicher? Wie funktioniert die E-Mail-Verschlüsselung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten Verbraucher beim ersten sogenannten Cryptocafé in der Münchner Beratungsstelle der Verbraucherzentrale Bayern. In der kostenlosen Informationsveranstaltung, die im Rahmen des Bundesprojektes Wirtschaftlicher Verbraucherschutz zusammen mit dem Verein Digitalcourage durchgeführt wurde, erfuhren Nutzer, wie sie ihre Privatsphäre am Computer und am Smartphone besser schützen können. „Mit ein paar Klicks und geschärftem Bewusstsein lässt sich vermeiden, dass einem beim Surfen im Internet ständig über die Schulter geschaut wird“, betonte Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern, am Rande der Veranstaltung.

Tipps gegen Tracking

In einem Vortrag und späterem Workshop gaben Christine Wittig und Lisa Krammel von Digitalcourage konkrete Tipps für Internetnutzer. Um beispielsweise Tracking zu verhindern, sollten User als Standardbrowser nicht den Internet Explorer, sondern besser Firefox wählen. Auch alternative Suchmaschinen wie StartPage oder MetaGer anstelle von Google helfen, sich vor Tracking zu schützen. Zur Anonymisierung von Verbindungsdaten wird das Netzwerk Tor oder die VPN Technik empfohlen.

Sichere Passwörter gegen Cyberkriminalität

KryptonizerEine wichtige Maßnahme im Kampf gegen Cyberkriminalität ist es, sichere Passwörter zu nutzen. Christine Wittig empfahl, Passwörter mit einer Länge von mindestens 16 Zeichen zu verwenden. Dabei sollen idealerweise Wörter, Zahlen oder Zeichen kombiniert werden. Der Kryptonizer der Verbraucherzentrale Bayern kann beim Generieren eines sicheren Passworts helfen. Das kleine Kärtchen, das während des Cryptocafés verteilt wurde, ermöglicht es, aus einem einfachen, leicht zu merkenden Wort ein sicheres Passwort zu machen. Die Kryptonizer sind in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Bayern erhältlich.

Webcam-Sticker zum Schutz der Privatsphäre

Anti-Spy-AufkleberWährend des Cryptocafés wurden auch Webcam-Sticker an die Besucher ausgegeben. Auch sie sind in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Bayern erhältlich. Die kleinen Aufkleber können auf Smartphone- oder Laptopkameras geklebt werden. Sie verhindern, dass ungebetene Gäste die Kamera hacken und darüber die Privatsphäre des Nutzers ausspähen.

Datensparsame Messenger und Apps

Auch Messenger und Smartphone-Apps speichern viele unnötige Daten. Anstelle des Messenger-Dienstes WhatsApp empfahlen die Expertinnen von Digitalcourage Telegram, Threema oder Signal. Für Android-Handys gibt es alternative, datensparsame Apps: F-Droid anstelle der PlayStore-App, K9Mail als Alternative zur üblichen E-Mail-App und Transportr als App für den öffentlichen Nahverkehr.

Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber unterstützte die Veranstaltung

Verbraucherschutzminister Dr. Marcel Huber

Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Dr. Marcel Huber, ließ es sich nicht nehmen, beim ersten Cryptocafé dabei zu sein und betonte: "Beim Thema Datenschutz im Internet gilt: Vertrauen ist gut, Vorsorge ist besser. Deshalb ist es wichtig, Verbraucherinnen und Verbrauchern das nötige Wissen zu vermitteln, wie sie ihre persönlichen Daten im Netz besser schützen können."

Weitere Cryptocafés in Bayern sollen folgen

In München fand die Auftaktveranstaltung statt. In nächster Zeit sollen weitere Cryptocafés in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Bayern folgen.