Schultüten: Die richtige Mischung

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Zum üblichen Zuckerwerk bieten sich allerlei leckere Alternativen. Auch ein kleines Spiel oder ein Gutschein kommen gut an.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Große Mengen an Süßigkeiten gehören ebenso wenig in die Schultüte wie überteuerte Präsente.
  • Der Mix macht's: Leckereien ohne massig Zucker und einige hübsche Überraschungen. Auch Nützliches für den späteren Schulalltag kann Freude machen.
  • Wer als Eltern, Großeltern oder Paten schon ans Schreiben und Lernen denkt, sollte bei Heften und Stiften umweltfreundlichen Materialien den Vorzug geben.
  • Beim Kauf eines Schulranzens sollte gelten: leicht, robust, gut zu tragen. Achten Sie auf die Norm DIN 58124.
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Schultüte
Foto: Jenny Sturm / Fotolia.com

Kleine Überraschungen

Kleine Bücher für Lernanfänger, ein Springseil oder Eintrittskarten für den Zoo oder einen Film sind eine gelungene Überraschung. Erstklässer freuen sich ebenso über Gummitwist, Jonglierbälle oder ein Hüpfseil. Auch Seifenblasen, ein kleines Kuscheltier, ein Kartenspiel oder Knete kommen gut an. Als gesunde Alternative zu Zuckerbomben bieten sich an: Studentenfutter ohne Zuckerzusatz. Vollkornkekse, Nüsse, Trockenfrüchte oder auch frisches Obst aus der Region.

Nützliches, das Spaß macht

Das kann beispielsweise eine Tasse mit lustigem Motiv sein, um gut gelaunt in den Tag zu starten. In einer bunten Trinkflasche bleibt der Tee im Sommer kalt und im Winter warm. Wichtig: Eltern sollten beim Kauf darauf achten, dass die Flasche sich gut schließen und reinigen lässt und aus isolierendem Material besteht.

Schreibgeräte und Co.

In Schultüte und Ranzen sollten besser nur umweltfreundliche Materialien Einzug halten. Federmäppchen aus Leder oder Stoff sind robuster als die Konkurrenz aus Kunststoff und garantiert frei von möglicherweise gesundheitsschädlichen Weichmachern. Hefte mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" sind die Musterschüler, da sie zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen und besonders problematische und gesundheitsschädliche Stoffe in der Herstellung verboten sind. Auch eine gute Wahl: Filz- und Faserstifte auf Wasserbasis zum Nachfüllen. Im Lacküberzug von Bleistiften können sich giftige Schwermetalle verstecken, darum sollten Eltern besser unlackierte Stifte wählen. Nicht geeignet sind Folienschreiber mit Aufschriften wie "permanent" oder "Allesmarker". Sie enthalten schnell verdunstende, organische Lösungsmittel.

Besser nicht

Nicht in eine Schultüte gehören große Mengen an Süßigkeiten, völlig Überteuertes (wie Smartphone, edles Markenshirt oder Spielekonsolen) oder Nahrungsergänzungsmittel. Kinder bekommen über eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse (Rohkost!) und Obst alles, was sie benötigen, um fit für den Schulalltag zu sein. Wir empfehlen Ihnen, dies vor dem großen Tag mit Großeltern oder Paten zu besprechen.

Schulranzen

In jedem Fall sollte der Schulranzen leicht, robust sowie gut zu tragen sein und dem Kind gefallen. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass der Ranzen nach DIN 58124 gekennzeichnet ist. Diese Norm formuliert Anforderungen an die Qualität (zum Beispiel Wasserdichtigkeit und Stabilität), an die ergonomischen Eigenschaften (etwa Polsterung) und an die Sicherheit. Gemäß dieser DIN muss zur besseren Sichtbarkeit im Straßenverkehr mindestens ein Fünftel der Gesamtfläche von Vorder- und Seitenteilen mit orangerot oder gelb leuchtendem Material ausgestattet sein. Zudem sollten Lichtreflektoren mindestens ein Zehntel der Fläche bedecken. Wichtig ist, auf das Gewicht des Schulranzens zu achten, vor allem wenn er voll bepackt ist. Eltern sollten jüngeren Kindern bei der Auswahl und dem Packen der für den Tag notwendigen Schulutensilien helfen, damit sie kein überflüssiges Gewicht mit sich herumschleppen.