Tipps zur Aufbewahrung und Lagerung von Lebensmitteln

Stand:
  • In Deutschland landen viele Lebensmittel im Müll, teilweise durch einen falschen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auch Obst und Gemüse werden häufig zu früh weggeworfen.
  • Wir geben konkrete Tipps, wie Sie mit Ihren Sinnen (sehen, riechen, schmecken) prüfen können, ob ein Lebensmittel noch gut ist, oder ob es doch besser in den Müll gehört.
Lagerung von Lebensmitteln
Off
Brot, Semmeln und Co.

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Weizenbrote

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

bis zu 2 Tage

Weizenmischbrote

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

2 bis 4 Tage

Roggenmischbrote

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

bis zu 3 Tage

Roggenbrote

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

4 bis 6 Tage

Schrot- und Vollkornbrote

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

7 bis 9 Tage

Semmeln

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

1 Tag

Knäckebrot

Zimmertemperatur von 18 bis 22°Celsius

ca. 6 Monate

eingefrorenes Brot oder Semmeln

Tiefkühlschrank/-truhe; Tiefkühlfach (min. 3 Sterne)

mehrere Monate


Aufbewahren

  • Brot und Semmeln am besten bei Raumtemperatur lagern.
  • Semmeln in einer Papiertüte aufbewahren oder ebenso wie Brot in einem Brotkasten legen. Der Brotkasten sollte auf jeden Fall wöchentlich mit Essigwasser gesäubert werden. So wird eine Schimmelbildung verhindert.
  • Brot (ganz, Teilstücke oder in Scheiben) und Semmeln kann man problemlos eingefrieren.
  • Knäckebrot sollte vor Feuchtigkeit geschützt und nicht mit Brot zusammen gelagert werden.
  • Die Lagerung im Kühlschrank ist nicht ratsam, weil das Brot schneller austrocknet und dann an Geschmack verliert. Ausnahme: Ist die Wetterlage sehr warm und feucht, ist vor allem Weißbrot besser im Kühlschrank vor Schimmelbildung geschützt.

 


Sinnescheck


Brot und Semmeln genau anschauen.
Ist Schimmel als weiß bis grünliche Flecken auf der Oberfläche des Brotes zu erkennen: NICHT MEHR VERZEHREN!
Die Pilzsporen können das ganze Brot durchziehen. Dies ist mit bloßem Auge nicht immer erkennbar.

Altbackenes Brot, Semmeln oder trockene Reste lassen sich noch gut zu leckeren Gerichten verarbeiten. Hier finden Sie Rezeptvorschläge.


Allgemeines

  • Je höher der Weizenmehlanteil im Brot, desto schneller wird es altbacken.
  • Brote mit einem hohen Roggen, Vollkorn -oder Schrotanteil bleiben länger frisch.
  • Hefebrote sind nicht so lange haltbar wie Sauerteigbrote.

 

 

Butter

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Butter

Zimmertemperatur

einige Tage

Butter

Kühlschrank

Wochen bis Monate

Butter

Gefrierfach (min 3 Sterne) oder Tiefkühlschrank/-truhe

mehrere Monate

Butterschmalz

Kühlschrank

bis zu 15 Monat


Aufbewahren

  • Butter am besten im Butterfach vom Kühlschrank aufbewahren.
  • Bei einer Zimmertemperatur über 21° Celsius gehört die Butter auf jeden Fall in den Kühlschrank.
  • Butter in einem gut verschließbaren Gefäß aufbewahren, da sie gerne Gerüche aus der Umgebung annimmt.
  • Butter kann auch portionsweise eingefroren werden. Geeignet sind kleine Gefrierdosen.
  • Butter stets mit einem sauberen Besteck entnehmen. So bleibt sie länger frisch.
  • Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Butter abgelaufen, ist es noch kein Grund diese wegzuwerfen. Machen Sie einen Sinnescheck.

 


Sinnescheck


Sieht, riecht und schmeckt die Butter typisch: KEIN GRUND SIE WEGZUWERFEN!

Wenn die Farbe der Butter sich in dunkles Gelb verändert, ranzig oder besonders sauer riecht oder ranzig schmeckt: NICHT MEHR VERZEHREN!
Durch Einwirkung von Sauerstoff, Bakterien oder Licht wird Butter zersetzt und es können gesundheitsschädliche Abbauprodukte entstehen.


Allgemeines

  • Sauerrahmbutter wird aus mikrobiell gesäuerter Milch, Sahne (Rahm) oder Molkensahne (Molkenrahm) hergestellt.
  • Die Herstellung von Süßrahmbutter erfolgt ohne Zusatz von Milchsäurekulturen.
  • Mildgesäuerter Butter wird erst nach dem Buttern Milchsäurebakterien zugesetzt.
  • Butter hat einen Fettgehalt von nicht unter 82 % und der Wassergehalt liegt nicht über 16 %.
  • Halbfettbutter enthält 40 - 42 % Fett, Dreiviertelfettbutter 60 - 62 % und Milchstreichfett hat verschiedene Stufen (weniger als 39 %, mehr als 41 % und weniger als 60 % und mehr als 62 % und weniger als 80 %).
  • Butterschmalz (oder Butterreinfett) hat höchstens 0,1 Prozent Wasser.
Eier

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Rohe Eier

Kühlschrank bei 2 bis 6°Celsius

4 bis 6 Wochen

Rohe Eier

Kühlschrank bei 10 bis 12°Celsius

3 bis 4 Wochen

Hart gekochte Eier

Kühlschrank bei 2 bis 6°Celsius

ca. 2 Wochen

 


 

Aufbewahren

  • Eier am besten in der Kühlschranktür oder im Eierkarton möglichst unter 10°C lagern.
  • Da Eier gerne Fremdgerüche annehmen, sollten sie nicht neben stark riechenden Lebensmitteln aufbewahrt werden.
  • Die Eierschale sollte keine anderen Lebensmittel berühren, um eine mögliche Salmonellen-Übertragung zu vermeiden.
  • Rohe Eier können auch eingefroren werden. Entweder man schlägt das Ei auf und vermischt das Eigelb mit dem Eiweiß oder man gefriert sie getrennt ein.
  • Die Zeitspanne vom Legen bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum beträgt immer 28 Tage. Anhand des MHD kann daher das Legedatum berechnet werden.
  • Ab dem 18. Tag nach dem Legedatum sollten Eier gekühlt gelagert werden. Vorher haben sie durch die feine äußere Schalenhaut (Cuticula) einenAngabe auf Eierkarton natürlichen Schutz vor Erregern. Die Angaben auf den Verpackungen zur Lagerung im Kühlschrank sind immer etwas unterschiedlich. Manche Hersteller raten, die Eier sofort in den Kühlschrank zu legen. Andere geben das Datum an, ab welchem die Eier gekühlt gelagert werden sollten. Hat man sich einmal entschieden die Eier in den Kühlschrank zu stellen, sollte man sie später nicht wieder bei Raumtemperatur lagern.
  • Werden Eier im Supermarkt gekühlt angeboten, empfiehlt es sich für den Transport eine Kühltasche zu benutzen und imAngabe auf Eierkarton Haushalt die Eier ebenfalls wieder im Kühlschrank aufzubewahren. Zu große Temperaturschwankungen sind für Eier nicht gut, weil sich auf der Schale Kondenswasser bildet und dieses die Cuticula schädigt.

Sinnescheck

Wasserglas-Test

Für den Wasserglas-Test werden zwei Gläser mit Wasser befüllt und die Eier vorsichtig hineingelegt:

  • Ganz frische Eier bleiben am Boden liegen.
  • Wenige Tage alte Eier stellen sich leicht schräg nach oben auf.
  • Nach etwa zwei bis drei Tagen steht das Ei schon senkrecht.
  • Eier, die älter als vier Wochen sind, schwimmen an der Oberfläche: NUR DURCHERHITZT VERZEHREN!

Die Ursache dieses Verhaltens ist die Luftkammer im Ei. Je älter ein Ei ist, desto größer wird die Luftkammer, weil Luft mit der Zeit in das Innere eindringt und das Ei selbst Feuchtigkeit verliert.

Video auf Youtube ansehen.

 

Aufschlag-Test

Das Ei aufschlagen und Eiweiß und Dotter genau betrachten.

  • Das Ei ist frisch, wenn das Eiweiß dickflüssig und der Dotter gewölbt ist.
  • Bei alten Eiern zerläuft das Eiweiß und der Dotter ist nicht mehr gewölbt. Je älter ein Ei, desto flüssiger das Eiweiß. Der Grund sind eieigene Enzyme. Solche Eier sollten nur noch komplett durcherhitzt verzehrt werden. Riechen sie zusätzlich unangenehm/faulig: NICHT MEHR VERZEHREN!

 

Video auf Youtube ansehen

 

Hört-Test

Das Ei schütteln. Gibt das Ei kein Geräusch von sich ist es frisch. "Gluckert" das Ei, dann ist es bereits älter.

 

Gekochte Eier

Alte gekochte Eier werden faserig und/ oder riechen faulig: NICHT MEHR VERZEHREN!


Allgemeines

Eier lassen sich in vier Gewichtsgrößen der Güteklasse A einteilen

  • Klein (S): unter 53 g
  • Mittel (M): 53 bis unter 63 g
  • Groß (L): 63 bis unter 73 g
  • Sehr groß (XL): 73 g und mehr

Jedes Ei wird mit einem Erzeugercode gestempelt. Dieser gibt Auskunft, wie die Legehennen gehalten wurden und woher die Eier stammen.


 

Fertigsaucen und Co.

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Fertigsaucen, ungeöffnet

dunkel bei Zimmertemperatur

ca. 12 Monate nach Ablauf des MHD

Fertigsaucen, geöffnet

Kühlschranktür

3 bis 6 Monate

Senf, ungeöffnet

dunkel bei Zimmertemperatur

ca. 12 Monate nach Ablauf des MHD

Senf, geöffnet

dunkel bei Zimmertemperatur/ Kühlschranktür

3 bis 6 Monate

Mayonnaise, ungeöffnet

dunkel bei Zimmertemperatur

ca. 6 Monate

Mayonnaise, geöffnet mit Konservierungsstoffen

2 - 6°Celsius

2 bis 3 Monate

Mayonnaise, geöffnet ohne Konservierungsstoffe

2 – 6°Celsius

bis 3 Wochen


Aufbewahren

Ungeöffnete Fertigsaucen und Co. –Verpackungen können dunkel bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden, geöffnet halten sie sich am besten im Kühlschrank.


Sinnescheck

Stimmt das Aussehen, der Geruch und der Geschmack der Fertigsaucen und Co., können sie verzehrt werden.

Verändern die Produkte ihr Aussehen, riechen z.B. vergoren und/oder schmecken anders als zu vor: NICHT VERZEHREN!


Allgemeines

Industriell hergestellte Fertigsaucen wie z.B. Grillsoßen, Ketchup, Senf und Mayonnaise werden durch Konservierungsstoffe und/ oder durch Pasteurisation haltbar gemacht.

 

Fisch

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Frischer Fisch

2 bis 4°Celsius

1 Tag

Tiefgekühlter Fisch, selbst eingefroren

min. -18°Celsius

mehrere Monate

Tiefgekühlter Fisch

min. -18°Celsius

Angabe auf Verpackung beachten

Räucherfisch, offen

2 bis 7°Celsius

2 Tage

Räucherfisch, in Verpackung (ungeöffnet)

2 bis 7°Celsius

Angabe auf Verpackung beachten

Gegarter Fisch

2 bis 4°Celsius

2 Tage


Aufbewahren

  • Den frischen Fisch sofort nach dem Einkauf z.B. in eine Glasschale mit einem Deckel in die kälteste Zone im Kühlschrank legen. Der Frischfisch sollte möglichst am Einkaufstag verarbeitet werden, spätestens jedoch am folgenden Tag.

Sinnescheck

Fisch

                                                                        

  • Nach Ablauf des Verbrauchsdatums: NICHT MEHR VERZEHREN!
  • Sind die Augen grau, undurchsichtig und eingesunken, die Kiemen grau und haben eine schleimige Kontur, eine mit dem Finger gedrückte Delle verschwindet nicht mehr so schnell und/ oder der Fisch stinkt fischig oder faulig: NICHT MEHR VERZEHREN!

Allgemeines

  • Die Herkunft von frischem Fisch muss gekennzeichnet werden.
  • Neben der verpflichtenden Kennzeichnung existiert eine Reihe an Siegeln, die Orientierung beim Einkauf geben sollen. Die Kriterien der verschiedenen Siegel sind jedoch nicht einheitlich und für Verbraucher oft nicht transparent. Generell kann man sagen, dass zertifizierter Fisch besser ist als nicht zertifizierter.
  • Hilfreich beim Fischeinkauf ist der Ratgeber zum nachhaltigen Fischeinkauf  "Welcher Fisch auf den Tisch?"
  • Das Thünen-Institut hat eine Datenbank über Fischbestände erstellt, aber eine Bewertung wird nicht vorgenommen. Weitere nützliche Informationen liefert die Internetseite "Aquakultur".

 

 

 

Fleisch

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Hackfleisch, roh

0 bis 4°Celsius

Einkaufstag

Gulasch, Geschnetzeltes, Spieße (roh)

0 bis 4°Celsius

1 Tag

Innereien, roh

0 bis 4°Celsius

1 Tag

Braten, Steaks, ganze Stücke (roh)

0 bis 4°Celsius

3 bis 4 Tage

Geflügelfleisch, roh

0 bis 4°Celsius

1 bis 2 Tage

Brüh- und Kochwurst

0 bis 4°Celsius

2 bis 4 Tage

Zubereitetes (durchgegartes) Fleisch

0 bis 4°Celsius

2 bis 3 Tage

Rindfleisch

-18°Celsius

10-12 Monate

Kalbfleisch

-18°Celsius

9-12 Monate

Schweinefleisch, mager 

-18°Celsius

6-8 Monate

Schweinefleisch, fett

-18°Celsius

4 Monate

Hackfleisch, mager

-18°Celsius

1-3 Monate

Hackfleisch, fett

-18°Celsius

1 Monat

Hähnchen

-18°Celsius

8-10 Monate

 


Aufbewahren

  • Das Fleisch sofort nach dem Einkauf in die kälteste Zone des Kühlschranks legen. Empfehlenswert ist das Fleisch in ein geschlossenes Gefäß wie Glasschale mit Deckel zulegen.
  • Hier sind weitere Tipps zum Thema „Fleisch richtig einkaufen und lagern“.
  • Besonders beim Umgang mit rohem Fleisch ist Hygiene ein sehr wichtiger Aspekt.

 


Sinnescheck

  • Ist die Oberfläche des Fleisches schmierig oder die Farbe ist gräulich/ grünlich: NICHT MEHR VERZEHREN!
  • Riecht das Fleisch unangenehm oder riecht es eher süßlich oder stark säuerlich: NICHT MEHR VERZEHREN!

Frisches Fleisch riecht neutral bis leicht säuerlich.

  • Die Druckstelle beim Drücken mit dem Finger bleibt bestehen oder das Fleisch hat eine schwammige Konsistenz: NICHT MEHR VERZEHREN!
  • Nach Ablauf des Verbrauchsdatum: NICHT MEHR VERZEHREN!

Allgemeines

  • Bei verpacktem, unverarbeitetem Rind-, Schwein-, Geflügel-, Schaf- und Ziegenfleisch muss das Etikett darüber informieren, in welchem Land bzw. Ländern die Tiere aufgezogen und geschlachtet wurden. Das Geburtsland muss aber nur bei Rindfleisch genannt werden.
  • Ist das Fleisch nicht verpackt, darf die Herkunft weiter komplett im Dunkeln bleiben. Ausnahme: bei Rindfleisch.
  • Auf dem Markt existieren für Kunden einige Siegel, die eine verbesserte Tierhaltung signalisieren, jedoch in ihren Kriterien stark voneinander abweichen.
  • Informationen zum staatlichen Siegel finden Sie hier.

 

Fruchtsaft und Co.

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Fruchtsaft in der Glasflasche, ungeöffnet

Kühlschranktür/ Zimmertemperatur

bis zu 12 Monate nach Ablauf des MHD

Fruchtsaft im Tetrapack, ungeöffnet

Kühlschranktür/ Zimmertemperatur

bis zu 8 Monaten nach Ablauf des MHD

Fruchtsaft in der Plastikflasche, ungeöffnet

Kühlschranktür/ Zimmertemperatur

bis zu 3 Monaten nach Ablauf des MHD

Fruchtsaft, geöffnet

Kühlschranktür

3 bis 4 Tage


Aufbewahren

  • Fruchtsäfte und -nektare bevorzugt kühl und lichtgeschützt aufbewahren, damit Vitamine und Aromen erhalten bleiben.
  • Geöffnete Saftpackungen sollten generell im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gerade bei sommerlichen Temperaturen kann der Saft innerhalb weniger Stunden „umkippen“.

Sinnescheck

  • In einer Glas- oder Plastikflasche sind Veränderungen des Saftes oder Nektars leichter zu erkennen als in einem Getränkekarton. Daher am besten die Verpackung aufschneiden oder in eine Karaffe umfüllen.
  • Ist der Saft/ Nektar trübe oder es sind Gärungsblasen erkennbar: NICHT MEHR TRINKEN!
  • Es hat sich Schimmel an der Oberfläche oder an der Ausgussöffnung gebildet: NICHT MEHR TRINKEN!
  • Riecht der Saft/ Nektar untypisch z.B. vergoren oder muffig: NICHT MEHR TRINKEN!

Allgemeines

  • Der Fruchtgehalt von Fruchtsaft (aus Konzentrat oder Direktsaft) beträgt 100 Prozent. Es dürfen keine Farb- und Konservierungsstoffe zugefügt werden.
  • Bei Fruchtnektar liegt der Fruchtgehalt je nach Fruchtart bei mindestens 25 bis 50 Prozent. Neben Wasser können auch Zuckerarten oder Honig eingesetzt werden.
  • Der Begriff „Smoothie“ ist lebensmittelrechtlich nicht geschützt und es gibt auch kein vorgeschriebenes Herstellungsverfahren.

 

 

Gemüse, Kartoffeln und Salat

Haltbarkeit

Die meisten Gemüsesorten und Salate sind nicht lange lagerfähig und sollten daher schnellstmöglichst verarbeitet werden. Ausnahmen sind zum Beispiel Kartoffeln, Knoblauch, Möhren, Kohl und Zwiebeln, denn diese lassen sich mehrere Wochen aufbewahren.

Viele Gemüsesorten eignen sich zum Eingefrieren und sind dadurch 6 bis 12 Monate haltbar.

Selbst eingelegtes Gemüse, zum Beispiel in einem Essigsud,  ist auf diese Weise mehrere Monate haltbar, wenn es dunkel, kühl und trocken gelagert wird.


Aufbewahren

Das Lagerungs ABC: Wie lagert man Gemüse richtig?

Kälteverträgliches Gemüse kann im herkömmlichen Kühlschrank im Gemüsefach gelagert werden.

Bei kälteempfindlichen Sorten können bei zu kühler Lagerung im Inneren und an der Oberfläche braune Stellen entstehen und der Geschmack leiden. Daher sollten sie vorzugsweise bei Zimmertemperatur dunkel aufbewahrt werden. Im Mehrzonenkühlschrank lassen sich kälteempfindliche Gemüsesorten in der sogenannten Kellerzone gut lagern.

Kälteverträgliches Gemüse, Salat und Co.

Kälteempfindliches Gemüse, Salat und Co.

Artischocken, Blattsalate, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Kohlgemüse, Kohlrabi, Kräuter (ohne Basilikum), Lauch, Möhren, Pilze, Radieschen, Rote Beete, Sellerie, Spargel, Spinat, Zuckermais

Auberginen, Basilikum, Gurken, Kartoffeln, Knoblauch, Kürbisse, Okraschoten, Paprika, Tomaten, Zucchini


Sinnescheck

 

 

  • Sind faule oder schimmelige Stellen am Gemüse bzw. den Kartoffeln: NICHT MEHR VERZEHREN!
  • Riecht das Gemüse nicht arttypisch: NICHT MEHR VERZEHREN!
  • Ist die Konsistenz vom Gemüse/ den Kartoffeln etwas labberig: KANN NOCH VERZEHRT WERDEN! Es eignet sich zum Beispiel noch für Suppen.
  • Grüne Stellen und Keime von Kartoffeln: NICHT VERZEHREN! Sie müssen großzügig entfernt werden, weil sie vermehrt Solanin enthalten.

Allgemeines und Wissenswertes

  • Bei den meisten frischen Gemüsearten müssen die Produzenten beziehungsweise der Handel über das Ursprungsland informieren. Ausnahmen sind zum Beispiel Kartoffeln oder Zuckermais. Sobald das Gemüse verarbeitet wurde, zum Beispiel als Konserve oder eingefroren, muss die Herkunft nicht angegeben werden.
  • Wann heimisches Gemüse Saison hat, ist mit unserem Saisonkalender herauszufinden.
  • Kann man Gemüse „komplett“ essen?
  • Der neue Trend "Raw Food": Kann jedes Gemüse roh gegessen werden?
  • Wie hygienisch sind „Fresh Cut“ Salatmischungen?
  • Acrylamid: was ist das und wie kann man die Belastung reduzieren
Käse

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Hartkäse, offen

Oberes/ mittleres Fach oder Käsefach des Kühlschranks

bis zu 3 Wochen

Frischkäse, geöffnet

Unteres Fach oder Käsefach des Kühlschranks

Etwa 1 Woche

Schimmelkäse, offen

Oberes/ mittleres Fach oder Käsefach des Kühlschranks

10 bis 14 Tage

Käsescheiben, offen

Oberes/ mittleres Fach oder Käsefach des Kühlschranks

etwa 1 Woche

Rotschmierkäse

Oberes/ mittleres Fach oder Käsefach des Kühlschranks

möglichst schnell verbrauchen

Hart-, Schnittkäse*

Tiefkühlschrank oder -truhe

2 bis 4 Monate

*Eingefrorener Käse kann gut zum Überbacken verwendet werden.

 


Aufbewahren

  • Käse am besten im Kühlschrank aufbewahren.
  • Prinzipiell ist Käse mit hohem Wassergehalt wie zum Beispiel Frischkäse nicht so lange haltbar wie Käse mit niedrigerem Wassergehalt wie beispielsweise Emmentaler.

 


Sinnescheck

  • Ist Schimmel am Weichkäse zu erkennen: NICHT MEHR VERZEHREN!
  • Hat Hartkäse eine kleine Schimmelstelle, kann diese großzügig weggeschnitten werden. Der restliche Käse kann VERZEHRT WERDEN!
  • Riecht der Käse nicht mehr typisch, muffig oder vergoren: NICHT MEHR VERZEHREN!

Allgemeines

  • Der Fettgehalt von Käse muss laut Käseverordnung in Prozent oder als Fettgehaltsstufe angegeben werden. Beide Varianten beziehen sich immer auf die Trockenmasse (Fett i. Tr.).
  • Der tatsächliche Fettgehalt, auch absoluter Fettgehalt genannt, ist niedriger. Mit Hilfe folgender Formel kann dieser einfach ausgerechnet werden:
    Angabe Fett i. Tr. x 0,3 bei Frischkäse, 0,5 bei Weichkäse, 0,6 bei Schnittkäse und 0,7 bei Hartkäse.
  • Bei verpacktem Käse kann der absolute Fettgehalt in der Nährwerttabelle abgelesen werden.
  • Bei der Käse-Herstellung dürfen neben Milch und Milchbestandteilen auch Lab- und Labaustauschstoffe, Bakterien- und Pilzkulturen, Speisesalz oder jodiertes Speisesalz, Gewürze und Kräuter, Trinkwasser und der Farbstoff Beta-Carotin zugesetzt werden. Bei Käsezubereitungen sind weitere Zutaten wie Gemüse, Stärke oder Speisegelatine erlaubt.
  • Bei fertig geriebenem Käse sind bis zu drei Prozent Mais-oder Kartoffelstärke als Trennmittel zugelassen.
  • Bestimmte Personengruppen wie Schwangere oder immungeschwächte Personen sollten vorsorglich Käserinden abschneiden, auch wenn diese nicht mit Natamycin behandelt wurden. Denn während des Reifungsprozesses können auf der Käserinde von Hartkäse, Schnittkäse oder halbfestem Schnittkäse Listerien entstehen.
  • Wenn Käse zum Beispiel mit Wachs oder Kunststoffen überzogen ist, muss der Hinweis "Kunststoffüberzug nicht zum Verzehr geeignet“ erfolgen. Hingegen ist die Angabe „Rinde nicht zum Verzehr geeignet“ eine freiwillige Angabe vom Hersteller.
  • Weitere Infos zum Thema Käse gibt es in der Broschüre „MILCH, KÄSE & CO“ vom Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn).

Konfitüre und Co.

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Konfitüre/ Marmelade 1:1, ungeöffnet

dunkel bei etwa 15 -20° Celsius

mehrere Monate bis etwa 2 Jahre

Fruchtaufstrich 2:1, 3:1, ungeöffnet

dunkel bei etwa 15 -20° Celsius

mehrere Monate bis etwa 2 Jahre

Kalt gerührte Fruchtaufstriche, selbst hergestellt

Kühlschrank

etwa 14 Tage

Konfitüre/ Marmelade, geöffnet

Kühlschrank

mehrere Monate


Aufbewahren

Konfitüren und Co. sollten dunkel gelagert werden, denn durch Lichteinfluss kann die Farbe verblassen beziehungsweise sich braun verfärben.


Sinnescheck

  • Ist die Farbe der Konfitüre und Co. blasser geworden: SIE KANN VERZEHRT WERDEN!
  • Ist auf der Konfitüre und Co. Schimmel: NICHT MEHR VERZEHREN!

Allgemeines

  • In der Konfitürenverordnung ist genau festgelegt, welche Anforderungen Konfitüren, Marmeladen und Gelees erfüllen müssen.
  • Der Begriff „Marmelade“ darf nur bei Zitrusfrüchten wie Orangen verwendet werden. Andere verwendete Obstsorten wie Erdbeeren oder Kirschen fallen unter den Begriff Konfitüren. Ausnahme: Wird zum Beispiel Erdbeerkonfitüre auf regionalen Märkten oder im Direktverkauf angeboten, darf sie auch Erdbeer-Marmelade heißen.
  • Für Fruchtaufstriche gibt es keine spezielle Rechtsvorschrift. Daher ist es nicht festgelegt, aus welchen Zutaten sie bestehen und welchen Fruchtanteil sie aufweisen müssen.
Konserven

Haltbarkeit

LEBENSMITTEL

LAGERBEDINGUNGEN

HALTBARKEIT

Vollkonserven, ungeöffnet

gekühlter Vorratsschrank, Keller

teilweise mehrere Jahre

Halbkonserven z.B. Bismarckhering, ungeöffnet

mittlere Zone des Kühlschranks

MHD beachten

(wenige Wochen bis Monate)

 

Konservenreste, umgefüllt in z.B. Glasbehälter

mittlere Zone des Kühlschranks

2 bis 3 Tage

 


Aufbewahren

  • Vollkonserven am besten bei einer Temperatur von 8° Celsius bis 19° Celsius aufbewahren.
  • Glaskonserven sollten dunkel gelagert werden, da Licht die Qualität des Lebensmittels negativ beeinflussen kann.
       

    Sinnescheck

    • Wenn die Konserven unbeschädigt sind und der Inhalt typisch aussieht, riecht und schmeckt: DAS LEBENSMITTEL KANN VERZEHRT WERDEN!
    • Ist der Inhalt der Konserve schimmlig oder riecht vergoren: NICHT MEHR VERZEHREN!
    • Schmeckt das Produkt metallisch oder faulig: NICHT MEHR VERZEHREN!
    • Stark verbeulte, rostige oder gewölbte Dosen: UNGEÖFFNET ENTSORGEN!

     

    Ausrufezeichen Eine Bombage entsteht zum Beispiel durch eine Gasbildung von Bakterien. Dies ist dann der Fall, wenn die Konservierung des Produktes unsachgemäß oder unzureichend erfolgte. Der Erreger (meist Clostridium botulinum) bildet unter Ausschluss von Sauerstoff gefährliche Nervengifte.

     


    Allgemeines

    • Eine gute Möglichkeit der Vorratshaltung sind Glas- oder Dosenkonserven. Je nach Wärmebehandlung wird zwischen Voll- und Halbkonserven (Präkonserven) unterschieden. Vollkonserven können ohne Kühlung gelagert werden. Bei Halbkonserven, wie z.B. pasteurisierte Fleisch- und Fischkonserven, dagegen ist eine Lagerung im Kühlschrank notwendig.
    • Vollkonserven dürfen keine Konservierungsstoffe enthalten.
    Milch

    Haltbarkeit

    LEBENSMITTEL

    LAGERBEDINGUNGEN

    HALTBARKEIT

    Frischmilch, traditionell hergestellt, ungeöffnet

    unter 8°Celsius

    MHD beachten

    (etwa 7 bis 10 Tage)

    Frischmilch, traditionell hergestellt, geöffnet

    unter 8°Celsius

    bis zu 5 Tage

    ESL-Milch, ungeöffnet

    unter 8°Celsius

    MHD beachten

    (bis zu 3 Wochen)

    ESL-Milch, geöffnet

    unter 8°Celsius

    bis zu 5 Tage

    H-Milch, ungeöffnet

    Zimmertemperatur

    MHD beachten

    (3 bis 6 Monate)

    H-Milch, geöffnet

    unter 8°Celsius

    bis zu 4 Tage

    *Lichtgeschmack


    Sinnescheck

    • Ist bei der Frischmilch die Packung (Verbundpackung) gewölbt, haben sich die Milchsäureakterien vermehrt: NICHT MEHR TRINKEN!
    • Sieht die Milch nicht mehr typisch weiß aus, sondern ist flockig oder klumpig: NICHT MEHR TRINKEN!
    • Riecht oder schmeckt die Milch sauer: NICHT MEHR TRINKEN!
    • Schmeckt die H-Milch muffig oder bitter: NICHT MEHR TRINKEN!

       

      AusrufezeichenVorsicht: H-Milch kann verderben, ohne dass sie sauer riecht oder ausflockt. Denn durch die Ultrahocherhitzung werden alle in der Milch enthaltenen Milchsäurebakterien abgetötet, die für das Sauerwerden und Ausflocken zuständig sind.

       

       


      Allgemeines

      • Im Supermarkt oder Discounter werden verschiedene Milchsorten angeboten, die sich im Fettgehalt, in der Wärmebehandlungsart oder Fütterungsweise und Haltungsform der Milchkühe unterscheiden.
      • Eine Vielzahl von Verordnungen regelt die Qualitätssicherung von Milch und Milchprodukten.
      • Mehr Informationen zum Thema Milch sind in der Broschüre „Freispruch für die Milch“ vom Kompetenzzentrum für Ernährung zu lesen.

       

      Nüsse

      Haltbarkeit

      LEBENSMITTEL

      LAGERBEDINGUNGEN

      HALTBARKEIT

      Nüsse und Co., ganz und ungeschält

      Kühl und dunkel

      mehrere Monate

      Nüsse, zerkleinert, Verpackung ungeöffnet

      Kühl und dunkel

      MHD beachten

      Nüsse, zerkleinert, Verpackung geöffnet

      Kühlschrank

      etwa 4 Wochen

      Nüsse, geschält

      Tiefkühlschrank/-truhe

      etwa 12 Monate

      Ausrufezeichen2

      Vorsicht Schimmel! Besonders Pistazien, aber auch Erdnüsse, Mandeln und Paranüsse werden leicht von Schimmel befallen, der auch Schimmelpilzgifte bildet. Es können sogenannte Aflatoxine entstehen, die gesundheitsschädlich und krebserregend sind. Kochen, Braten oder Backen zerstört das Schimmelpilzgift nicht.

       

       


      Sinnescheck

      • Sind Schimmel oder schwarze Stellen zu erkennen: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Sind die Nüsse und Co. von Schädlingen befallen: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Riechen sie muffig oder ranzig: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Schmecken Nüsse bitter: SOFORT AUSSPUCKEN!

      Allgemeines

      • Zu den echten Nüssen zählen Hasel-, Macadamia- und Walnüsse und auch die Esskastanie. Diese ist nicht verwandt mit den Rosskastanien.
      • Kokosnüsse, Mandeln, Pistazien, Cashew- und Pekannüsse sind botanisch gesehen Steinfrüchte, Erdnüsse gehören zu den Hülsenfrüchten, Pinienkerne sind Samen der Pinie und Paranüsse sind Kapselfrüchte.
      • Die WHO empfiehlt aufgrund der radioaktiven Belastung von Paranüssen nicht mehr als 40 g pro Person und Jahr zu verzehren.
      Obst

      Haltbarkeit

      • Frisches Obst ist in der Regel nur wenige Tage haltbar, außer Äpfel, die je nach Sorte Monate genießbar sind.
      • Durch geeignete Maßnahmen wie Trocknen, Einkochen/ Einmachen oder Eingefrieren kann die Haltbarkeit des Obstes verlängert werden:
      • Trockenfrüchte: ca. 12 Monate bei kühler (8-10°Celsius) und trockener Lagerung
      • Eingekochte/ eingemachte Früchte: ca. 1 Jahr
      • Tiefgefrorene Früchte: ca. 6 bis 12 Monate

      Aufbewahren

      Kälteverträgliches Obst kann im Obst- und Gemüsefach des normalen Kühlschranks gelagert werden. Beim Mehrzonen-Kühlschrank im sogenannten Kellerfach ist es möglich auch kälteempfindliches Obst aufzubewahren.

      Das Lagerungs ABC: Wie lagert man Obst richtig?

      Kälteverträgliches Obst

      Kälteempfindliches Obst

      Äpfel, Aprikosen, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Feigen, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Kiwi, Nektarinen, Pflaumen, Stachelbeeren, Weintrauben, Zwetschgen

      Ananas, Avocados, Bananen, Granatäpfel, Grapefruits, Guaven, Mandarinen, Orangen, Papayas, Passionsfrüchte, Zitronen


       

      Optimale Kühltemperaturen für Obst

       

      1-3 °C

      Aprikosen, Birnen, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Kiwis, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Stachelbeere, Zwetschgen

      3-7 °C

      Äpfel, Apfelsinen, Avocados, Clementinen, Erdbeeren, Mandarinen

      7-12 °C

      Ananas, Grapefruits, Mangos, Melone, Papayas, Zitrone

      12-15 °C

      Bananen

      Quelle: LAVES - Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

      Beim Obst gibt es nachreifende und nicht nachreifende Sorten. Nachreifende Obstsorten produzieren das Pflanzenhormon Ethylen, welches für die Reifung verantwortlich ist. Dieses wird ebenso in die Umgebung abgegeben und hat Einfluss auf den Alterungsprozess anderer Früchte.
      Daher ist es ratsam nachreifende und nicht-nachreifende Früchte getrennt zu lagern.

      • Zum nachreifenden Obst zählen: Äpfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Feigen, Clementinen, Guaven, Heidelbeeren, Kiwis, Mangos, Nektarinen, Papayas, Passionsfrüchte, Pfirsiche, Pflaumen, Wasser- und Honigmelonen.
      • Zum nicht nachreifenden Obst zählen: Ananas, Brombeeren, Erdbeeren, Granatäpfel, Grapefruits, Himbeeren, Kirschen, Limetten, Limonen, Litschis, Mandarinen, Orangen, Stachelbeeren, Trauben und Zitronen.

      Sinnescheck

      • Ist das Obst schimmelig oder hat faule Stellen: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Schmecken die Früchte nicht arttypisch, zum Beispiel gärig: NICHT MEHR VERZEHREN!

       


      Allgemeines und Wissenswertes

      • Bei den meisten frischen Obstsorten muss das Ursprungsland angegeben sein, Ausnahmen sind beispielsweise Bananen oder Datteln. Keine Kennzeichnungspflicht besteht, so bald das Obst verarbeitet ist zum Beispiel als Konserve oder tiefgekühlt.
      • Der Saisonkalender: Einkauf von regionalen und frischen Saisonprodukten
      • Vorverpackte, gefrorene Beeren nicht unerhitzt genießen
      • Pestizidrückstände bei Obst
      • Schalen von Zitrusfrüchten können im konventionellen Bereich mit einem Pflanzenschutzmittel zur Vorbeugung gegen Schimmelbefall behandelt sein. Dieses muss auf dem Etikett stehen, zum Beispiel „konserviert mit Thiabendazol und Imazalil“. Teilweise werden die Schalen mit einem Wachs überzogen, um einen übermäßigen Feuchtigkeitsverlust zu vermeiden. Die Zitrusfrüchte müssen dann mit „gewachst“ gekennzeichnet sein.
      • Findet man auf dem Etikett Bezeichnungen wie "unbehandelt" oder "nach der Ernte unbehandelt", heißt das nur, dass die Früchte nur nach der Ernte nicht behandelt wurden.

       

       

      Schinken und Wurst

      Haltbarkeit

      LEBENSMITTEL

      LAGERBEDINGUNGEN

      HALTBARKEIT

      Kochschinken

      unteres Fach des Kühlschranks

      3 bis 5 Tage

      Brüh- und Kochwurst, aufgeschnitten

      unteres Fach des Kühlschranks

      2 bis 4 Tage

      streichfähige Rohwurst

      unteres Fach des Kühlschranks

      2 bis 4 Tage

      Salami (keine Kochsalami) und Rohschinken,

      unteres Fach des Kühlschranks

      gut 1 Woche

      Salami (lang gereift) und Rohschinken am Stück

      12-15 °C, luftig

      mehrere Wochen

      Rohschinken
      je nach Fettgehalt:
      mager
      großer Fettanteil

      -18 °C



      2 bis 4 Monate
      1 bis 3 Monate

      Wurst, im Ganzen (frisch und geräuchert)

      -18 °C

      2 bis 3 Monate

      Wurst, in Scheiben

      -18 °C

      2 bis 3 Monate

       


      Aufbewahren

      • Frisch aufgeschnittener Schinken in Pergamentpapier eingepackt behält am besten seinen typischen Geschmack bei.
      • Wurstaufschnitt zu Hause in eine dicht schließende Verpackung umfüllen und im untersten Fach des Kühlschranks (Glasplatte) aufbewahren.
      • Immer nur die benötigte Menge an Aufschnitt aus dem Kühlschrank holen. Steht der Aufschnitt längere Zeit auf dem Esstisch in der Wärme, beschleunigt das den Verderb.
      • Im Sommer die Wurst beim Transport nach Hause mit Kühltaschen oder –boxen kühlen.
      • Auch vakuumverpackte Wurst gehört in den Kühlschrank.
      • Schinken kann sein volles Aroma entfalten, wenn man ihn kurze Zeit vor dem Verzehr bereits aus dem Kühlschrank und der Verpackung nimmt.

      Sinnescheck

      • Sind Wurstscheiben (Aufschnitt) schmierig, schmecken säuerlich, zeigen Farbveränderungen und riechen faulig, modrig: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Gewölbte Deckel von Wurstkonserven: UNGEÖFFNET ENTSORGEN! Das Bakterium Clostridium Botulinum könnte enthalten sein, das zu schweren Lebensmittelvergiftungen führen kann.
      • Schimmel auf gekochtem Schinken: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Schimmel auf rohem Schinken in Scheiben: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Schimmel an rohem Schinken am Stück (pelziger oder grünlich schimmernder Belag): Leichter Befall kann großzügig entfernt und der Rest des Schinkens noch verzehrt werden.

       

      AusrufezeichenWeißer Belag an rohem Schinken weist nicht immer auf Schimmel hin: An der Außenseite von getrockneten Schinkenstücken kann während der Lagerung durch den Trocknungsprozess ein Belag von auskristallisiertem Salz entstehen. Dies ist völlig unbedenklich. Er lässt sich mit einem Tuch und etwas Pflanzenöl abwischen. Weiter könnte es sich um eine Mischung aus Schmalz und Salz handelt. Damit werden zum Teil die Außenseiten des Parmaschinkens vor der letzten Phase der Reifung eingerieben, um zu verhindern, dass das Fleisch zu stark austrocknet.


      Allgemeines

      • Nach Art der Herstellung werden unterschieden: Rohwürste, Brühwürste, Kochwürste und Roh- und Kochpökelware (Schinken)
        • Rohwurst: Salami, Cervelatwurst, Landjäger, Mettwurst, Teewurst
        • Brühwurst: Fleischwurst, Lyoner, Bierschinken, Gelbwurst
        • Kochwurst: Blutwurst, Leberwurst, Presssack, Schinkensülze
      • Rohe und gekochte Pökelware wird aus ganzen Fleischstücken gewonnen. Bei Wurst handelt es sich dagegen um eine Mischung aus zerkleinertem Fleisch und weiteren Zutaten.                                                                                 

       

      Trockenlebensmittel

      Haltbarkeit

      Nudeln, Reis und Mehl sind auch weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) haltbar. Dies gilt nicht für Vollkornprodukte. Da sie zum Teil noch den Keimling enthalten, kann das enthaltene Fett nach einigen Monaten ranzig werden.

      LEBENSMITTEL

      LAGERBEDINGUNGEN

      HALTBARKEIT

      Haushaltsmehle, Type 405 und 550

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

      mehrere Monate über das MHD hinaus

      Vollkornmehle

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      4 bis 6 Monate, gemäß MHD

      Vollkornmehle, selbst gemahlen

      In Gläsern oder Dosen, zwischen 15 und 20 °C

      2 bis 4 Wochen

      Haferflocken, Graupen, Schrote und Grieß

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      ca. 1 Jahr, gemäß MHD

       

      Frühstückscerealien wie Cornflakes, Müsli

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      mehrere Wochen bis Monate über das MHD hinaus

      Naturreis

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      ca. 1 Jahr, gemäß MHD

      Weißer Reis

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      einige Jahre über das MHD hinaus

      Stärke und Stärkeerzeugnisse (z.B. Puddingpulver)

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      mehrere Wochen bis Monate über das MHD hinaus

      Teigwaren, trocken

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      einige Jahre über das MHD hinaus

      Ausnahme: Vollkornnudeln

      Vollkornteigwaren, Eierteigwaren, Gemüseteigwaren, trocken

      In Gläsern, Dosen oder in der Originalverpackung, zwischen 15 und 20 °C

       

      ca. 1 Jahr, gemäß MHD


      Aufbewahren

      Wegen ihres niedrigen Wassergehaltes sind Getreide und Getreideprodukte lange haltbar. Ausnahme sind Hafer und Hirse, die wegen ihres hohen Fettgehaltes schnell ranzig werden können.

      • Schützen Sie Nudeln, Reis, Getreide und Co.
        • vor zu hoher Luftfeuchtigkeit (Kochdämpfe)
        • vor zu hohen und niedrigen Temperaturen; Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen
        • vor Licht und direkter Sonneneinstrahlung
        • vor geruchsintensiven Stoffen wie zum Beispiel Gewürzen, Kaffee oder Waschmitteln
      • Am besten eignen sich dicht verschließbare Dosen oder Schraubgläser.
      • Günstig ist eine Lagerung in einem belüfteten Speiseschrank oder luftigen Vorratsraum bei einer Temperatur zwischen 15 °C und 20 °C.
      • Lagern Sie Trockenprodukte nicht in der Nähe des Herds, der Spülmaschine oder des Fensters, um Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen zu vermeiden.
      • Quinoa kann wegen seines hohen Fettgehaltes leicht ranzig werden. Daher sollten die Mehle von Quinoa und Amaranth frisch verarbeitet werden.
      • Mahlerzeugnisse und Getreide sollten regelmäßig gelüftet werden.

       

      Ausrufezeichen2

      Vorsicht Vorratsschädlinge: Getreide und Getreideprodukte sind von einem Befall besonders gefährdet, wenn sie zu warm und bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Dies ist in der Küche eigentlich immer der Fall. Kontrollieren Sie die Vorräte regelmäßig und wischen Sie dabei gleich die Vorratsschränke aus.

       


      Sinnescheck

      • Gespinste, Verunreinigungen oder verklumptes Mehl deuten auf Schädlingsbefall hin: NICHT MEHR VERZEHREN!
      • Riechen oder schmecken Getreideprodukte bitter, alt, stickig und ranzig: NICHT MEHR VERZEHREN!

      Allgemeines

      • Mehl wird nach dem Mineralstoffgehalt in verschiedene Mehltypen eingeteilt.
      • Buchweizen, Amaranth und Quinoa zählen zum Pseudogetreide. Sie sind in der Zusammensetzung und der Verwendung dem Getreide sehr ähnlich, enthalten aber kein Gluten.
      • Reis ist häufig mit Arsen belastet. Betroffen von gesundheitlich problematischen Arsenmengen sind Personen, die sehr viel Reis essen sowie (kleine) Kinder.
      • Bevorzugen Sie Vollkornprodukte. Diese enthalten mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Weißmehlprodukte. Aufgepasst: Nicht jedes Körnerbrot ist automatisch ein Vollkornbrot!