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Die Vogelgrippe ist wieder in Deutschland angekommen

Stand:

Jedes Jahr im Herbst steigt das Risiko, dass Zugvögel die sogenannte Vogelgrippe einschleppen. In Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Bayern und Berlin ist in den letzten Wochen bei verendeten Wildvögeln das Vogelgrippevirus nachgewiesen worden. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist es jetzt außerdem auf Nutztiere übergesprungen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • In den ersten Nutztierbeständen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist das Grippevirus nachgewiesen worden.
  • Ein Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet sind um die betroffenen Betriebe eingerichtet.
  • Nutz- und Heimtiere sollten nun unbedingt von Futter- und Trinkstellen der Wildvögel ferngehalten werden.
  • Große Auswirkungen hatte der H5N8-Erreger in Deutschland zuletzt im Jahr 2017 als in Mitteleuropa Hunderttausende Vögel getötet werden mussten.
  • Eine Übertragung des Vogelgrippe-Virus auf Menschen ist nicht bekannt.
Dutzende Puten stehen gedrängt in einem Stall.
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Die Einschleppung des Geflügelgrippe-Virus erfolgt auch dieses Jahr über Zugvögel. Nachdem in mehreren Bundesländern das Virus bei Wildvögeln in diesem Herbst nachgewiesen wurde, sind nun die ersten Vogelgrippefälle in Nutztierbeständen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern aufgetreten.

Alle Tiere der Betriebe wurden getötet und jeweils ein Sperrbezirk im Radius von 3 Kilometern sowie ein Beobachtungsgebiet im Radius von 10 Kilometern eingerichtet. Im Sperrbezirk gilt jetzt eine Stallpflicht und im gesamten Beobachtungsgebiet (inklusive Sperrbezirk) können weder Eier, frisches Fleisch noch Geflügel aus den Betrieben verkauft werden. Des Weiteren hat das Land Schleswig-Holstein eine landesweite Stallpflicht für Geflügel angeordnet.

Bei Wildvögeln ist das Virus in diesem Herbst bisher in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Bayern und Berlin nachgewiesen worden.

Geflügelhalter sollten ihre Tiere von Wildvögeln fernhalten

Um zu verhindern, dass sich das Vogelgrippevirus auf weitere Geflügelmast- und Legehennenbetriebe ausweitet, sollten jetzt Nutz- und Heimtiere von Futter- und Wasserstellen, an denen sich Wildvögel aufhalten, unbedingt ferngehalten werden.

Die Vogelgrippe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Hühner, Puten und Enten befällt. Eine Ansteckung von Menschen ist bisher nicht bekannt. Eine Übertragung auf den Menschen durch den Verzehr von Eiern, Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten wird von Experten als unwahrscheinlich bewertet.

Der Virus H5N8 war im Winter 2016/17 mit Zugvögeln aus Asien nach Europa gekommen und löste damals die bislang größte Vogelgrippe-Krankheitswelle in Deutschland und Europa aus. In deren Folge gab es eine wochenlange großflächige Stallpflicht für Geflügel in einigen Regionen Deutschlands.