Geldanlage mit Gold: Gold-ETCs (Exchange Traded Commodities)

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ETCs ähneln Zertifikaten, haben aber auch Gemeinsamkeiten mit ETFs, den börsengehandelten Indexfonds.

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ETCs (Exchange Traded Commodities, übersetzt: börsengehandelte Rohstoffe) sind Schuldverschreibungen und sollen dazu dienen, die Wertentwicklung von Rohstoffen möglichst exakt nachzuvollziehen. Rechtlich handelt es sich um Schuldverschreibungen. Damit ähneln ETCs den Zertifikaten. Andere Eigenschaften teilen sie mit ETFs, den börsengehandelten Indexfonds: ETCs sind grundsätzlich in der Laufzeit unbefristet und ständig an der Börse handelbar.

ETCs sind auf verschiedene Arten besichert. Das schützt Sie als Anleger aber trotzdem nicht unbedingt vor dem Emittentenrisiko. Der bekannte Gold-ETC Xetra-Gold zum Beispiel ist zu 95 Prozent mit physisch hinterlegtem Gold besichert und zu weiteren 5 Prozent mit Lieferansprüchen von Gold. Hundertprozentige Sicherheit bei einer Insolvenz des Emittenten gibt es trotzdem nicht. Die Ansprüche würden dann gleich behandelt wie Ansprüche anderer möglicher Gläubiger auch. Sie wären also ein Gläubiger neben anderen und hätten keine Garantie, dass Sie Ihr investiertes Geld wiedersehen.

Kompliziert wird die Geldanlage mit Hilfe von ETCs, weil nicht alle Produkte den tatsächlichen Goldpreis abbilden. Viele ETCs investieren stattdessen in Goldfutures, also Warentermingeschäfte. Damit sie letztlich Verträge über die Lieferung von Gold in der Zukunft ab. Rechtzeitig vor dem Liefertermin stoßen sie die Verträge allerdings wieder ab und kaufen einen neuen Future. Damit vermeiden die Gesellschaften das Problem, Gold tatsächlich lagern zu müssen.

Allerdings können sich die Preise für Termingeschäfte vom tatsächlichen Goldpreis unterscheiden. Auch kann der Goldpreis steigen, während der Preis für ein Termingeschäft auf Gold sinkt.

Mit Hilfe von ETCs anzulegen, kann deshalb sehr verwirrend sein. Erschwerend kommt hinzu, dass der Begriff ETC nicht einheitlich verwendet wird. Deshalb gilt auch hier: Wer nicht verstanden hat, wie die Produkte funktionieren, welche Risiken sie bergen und wie ihre Kurse zustande kommen, der sollte sie nicht kaufen.

Beim Kauf und Verkauf von ETCs fallen Börsengebühren an. Hinzu kommen laufende Verwaltungskosten.