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Fondsgebühren - so können Sie sparen

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Viele Fondsgesellschaften verlangen von Anlegern hohe Gebühren für die Verwaltung ihrer Investmentfonds. Noch dazu werden die Gebühren oft nicht offen ausgewiesen, sondern gut versteckt. Doch Verbraucher müssen der Beutelschneiderei nicht tatenlos zusehen.
So sollten Sie sich die grundsätzliche Frage stellen, ob Sie wirklich aktiv gemanagte Fonds benötigen. Denn passive Indexfonds sind in der Regel deutlich günstiger. Doch Verbraucher können noch mehr unternehmen, um Ihre Kosten zu senken. Vier Tipps zum Sparen:

ETFs kaufen

Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland ETFs, also börsengehandelte Indexfonds. Diese Fonds werden nicht aktiv verwaltet, sondern bilden nur einen Index ab - etwa den deutschen Aktienindex DAX oder den amerikanischen Index S&P 500. Zugleich zahlen die Kapitalanlagegesellschaften normalerweise keine Provisionen für den Vertrieb von ETFs. Ergebnis: Die Indexfonds sind deutlich billiger als ihre aktiv gemanagten Pendants. Ausgabeaufschläge gibt es nur bei ETF-Sparplänen, beim Kauf über die Börse wird lediglich eine volumenabhängige Gebühr fällig. Und die laufenden Kosten liegen oft unter 0,5 Prozent im Jahr. Der Wermutstropfen: Auch wenn die Kosten relativ niedrig sind - auch bei ETFs gibt es eine Menge Verbesserungspotenzial, was die Gebührentransparenz angeht.

Bei Direktbanken und Fondsvermittlern kaufen

Wenn es doch ein aktiv gemanagter Fonds sein soll, kann der Wechsel zu einer Direktbank helfen, zumindest die Ausgabeaufschläge zu reduzieren, die beim Kauf fällig werden. Solche Direktbanken verfügen nicht über ein eigenes Filialnetz, so dass Kunden ihre Geschäfte mit der Bank in der Regel übers Internet abwickeln. Die dadurch entstehenden Kostenvorteile geben die Banken zumindest zum Teil an Verbraucher weiter - zum Beispiel in der Form von reduzierten oder komplett wegfallenden Ausgabeaufschlägen. Oft arbeiten Direktbanken auch mit so genannten Fondsvermittlern zusammen. Diese bieten oft eine große Palette von Investmentfonds komplett ohne Ausgabeaufschlag an. Etwas Recherche bei der Entscheidung für oder gegen eine Bank kann sich für Verbraucher deshalb lohnen. Denn: Auch wenn es um den Kauf von ETFs über die Börse oder über Sparpläne geht, bieten Direktbanken meist bessere Konditionen. Ein weiterer Vorteil von Direktbanken ist, dass die laufenden Kosten für das Wertpapierdepot oft deutlich günstiger sind als bei Filialbanken.

Über den Ausgabeaufschlag verhandeln

Wer aktive Fonds kaufen und seine Bank nicht wechseln will, kann zumindest probieren, mit der eigenen Bank über die Höhe des Ausgabeaufschlages beim Fondskauf zu verhandeln. Gerade bei größeren Anlagesummen ist unter Umständen ein Rabatt drin. Die hohen laufenden Kosten der Fonds lassen sich so allerdings nicht eliminieren.

Nicht zu oft das Pferd wechseln

Grundsätzlich gilt: Niemand sollte Anlageprodukte ständig wechseln - denn oft fallen beim Verkauf oder Kauf einer neuen Anlage erneut Gebühren an. Auch die Abgeltungssteuer auf Kursgewinne fällt beim Verkauf einer gewinnträchtigen Anlage an - und schmälert die erzielte Rendite. Deshalb gilt: Auch wenn der Verkäufer der Bank zum Wechsel eines Fonds drängt, sollte sich niemand unter Druck setzen lassen.