Prämiensparen: Musterfeststellungsklage gegen die Stadtsparkasse München

Eine Nahaufnahme zeigt Geld in Münzen und Scheinen. Über das Bild ist ein Schriftzug gelegt, der unter anderem "Verklagt: Stadtsparkasse München" zeigt
Prämiensparen: Musterfeststellungsklage gegen die Stadtsparkasse München
Prämiensparen: Klage gegen die Stadtsparkasse München wegen zu niedriger Zinszahlungen und unrechtmäßiger Kündigungen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am 22. Januar 2021 in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Bayern eine Musterfeststellungsklage gegen die Stadtsparkasse München eingereicht. Ziel ist es, vor dem Bayerischen Obersten Landgericht zu klären, ob die Stadtsparkasse München ihren Kunden mit Prämiensparverträgen Zinsen nachzahlen muss und ob die Kündigung vieler Verträge rechtmäßig war.

An der Musterklage beteiligen können sich Kunden, die bei der Stadtsparkasse München einen Sparvertrag „Prämiensparen flexibel“ abgeschlossen haben. Der Vertrag muss bestimmte Voraussetzungen hinsichtlich des Wortlauts der Zinsanpassungsklausel und der Prämienstaffel erfüllen. Sie finden diese Information hier zum Herunterladen.

Infotelefon

Für Fragen zur Musterfeststellungsklage gegen die Stadtsparkasse München ist ein Infotelefon eingerichtet:

Von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr informieren Rechtslotsen unter (089) 90 40 97 14 zum Ortstarif, welche Fälle grundsätzlich zur Klage passen.

Noch können betroffene Verbraucher nicht selbst aktiv werden, denn das Gericht muss die Klageschrift zunächst prüfen. Voraussichtlich bis spätestens Frühjahr 2021 wird die Klage im Klageregister des Bundesamtes für Justiz öffentlich bekannt gemacht. Dann können sich Verbraucher in das Register eintragen und sich damit der Klage kostenlos anschließen. Der vzbv und die Verbraucherzentrale Bayern werden über die Eröffnung des Klageregisters informieren.

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"Den Sparern müssen endlich die ihnen zustehenden Zinsen ausgezahlt werden. Nach unseren Berechnungen belaufen sich die Ansprüche auf durchschnittlich mehr als 4.600 Euro pro Vertrag."

Sascha Straub

Sascha Straub
Referatsleiter Finanzdienstleistungen
Verbraucherzentrale Bayern e.V.