Pass auf deine Mäuse auf! - Kostenfallen vermeiden

Visualisierung einer Kostenfalle anhand einer Katze, die versucht drei kleine Mäuse zu fangen
Pass auf deine Mäuse auf! - Kostenfallen vermeiden
Kostenfallen lauern überall. Wie Sie sich davor schützen können, erklären die Verbraucherzentralen im Rahmen des Weltverbrauchertages am 15. März 2022.

Die Bestellung aus dem Online-Shop kommt nicht an, der Klick in der App hat ein Abo ausgelöst und das angebliche Willkommensgeschenk des Telefonanbieters entpuppt sich als kostenpflichtige Zusatzleistung.

Die Verbraucherzentralen haben den diesjährigen Weltverbrauchertag am 15. März 2022 zum Anlass genommen Online-Veranstaltungen und Informationen rund um das Thema Kostenfallen bereitzustellen.

 

Online-Shopping & Vergleichsportale
Visualisierung eines Fakeshops und der falschgelieferten Ware

In Online-Shops finden Sie das, was Sie suchen, oft schneller als im Geschäft vor Ort. Leider können Sie beim Kauf im Internet aber auch schnell mal eine Klausel überlesen oder auf den falschen Button klicken. Und Vergleichsportale werben damit, dass sie einen Überblick darüber geben, wo Sie ein Produkt am günstigsten kaufen können. Doch je nach Einstellungen wird Ihnen auch ein teureres Angebot angezeigt.

Damit Sie die typischen Kostenfallen beim Online-Shopping und in Vergleichsportalen leicht erkennen, haben wir folgende Informationen für Sie zusammengestellt.

Visualisierung eines Fakeshops und der falschgelieferten Ware

 

Icon Ein Schloss for einem Sicherheitswappen

Doch mehr als eine digitale Kostenfalle?

Weitere Informationen dazu, wie Sie sich vor Cybercrime schützen, finden Sie auf unserer Themenseite

Mobile Anwendungen
Visualisierung eines ungewollten In-App-Kaufs

Besonders bei Auslandsaufenthalten kann die Handynutzung teuer werden. Das ist aber nicht die größte Kostenfalle auf dem Handy. Viele Apps sind nur auf den ersten Blick kostenfrei. Zusätzliche Funktionen kosten meist Geld. Hinzu kommen ungewollte In-App-Käufe aufgrund von immer häufiger verwendeten manipulativem Design. Auch in sozialen Netzwerken oder im Browser können Apps und Spiele angezeigt werden – und mit einem falschen Klick haben Sie schnell eine Zusatzoption gebucht.

Lesen Sie hier nach, wie Sie sich vor Kostenfallen in Apps und auf dem Handy schützen können..

 

 

Häufige Kostenfallen

Nicht auf unbekannte Links klicken

In der App ungewollt auf den „Kaufen“-Button geklickt

Keine öffentlichen WLAN-Netze nutzen

Auf einen Fakeshop reingefallen

Unterschiedliche Passwörter für alle Accounts

Teures Angebot im Vergleichsportal gekauft

 

Telefonverträge
Visualisierung eines Telefonvertrages durch den man mehr bestellt als beabsichtigt

Seit der Neuerung des Telekommunikationsgesetzes im Dezember 2021 können am Telefon keine Verträge mehr ohne schriftliche Bestätigung abgeschlossen werden. Das hält manche Anbieter aber nicht davon ab, Ihnen beispielsweise im Laden vor Ort eine ungewollte Zusatzoption unterzuschieben. Wollen Sie beispielsweise schnell im Geschäft Ihre Adresse ändern oder etwas zu Ihrem Vertrag nachfragen und sollen dann ein langes Dokument unterschreiben, sollten Sie vorsichtig werden. Unterschreiben Sie auch im Laden nichts, was Sie nicht gründlich gelesen haben.

Informationen, um Kostenfallen bei Ihren Telekommunikationsverträgen zu vermeiden, finden Sie hier:

 

Ein Schloss steht für ein sicheres Passwort und geschützte Daten

Datenleaks, Cookie-Banner und… sichere Passwörter!

Lassen Sie den Datenschutz nicht zur Kostenfalle werden. Wie Sie manipulative Cookie-Banner erkennen, ein sicheres Passwort festlegen oder Ihre Daten auf Altgeräten löschen, erfahren Sie in der Rubrik Datenschutz.

Identitätsmissbrauch und Inkasso
Visualisierung eines Identitätsmissbrauchs. EIne Katze hält sich eine Mäusemaske vors Gesicht.

Erst flattert eine Rechnung von einem Kauf, den Sie gar nicht getätigt haben ins Haus, und dann folgt ein Inkasso-Schreiben. Betrüger:innen nutzen teils erbeutete Daten, um damit auf Ihre Kosten einkaufen zu gehen. Wenn Sie diese Rechnungen nicht sofort beanstanden, können aber zusätzlich erhebliche Mehrkosten durch ein Inkasso-Verfahren entstehen.

Außerdem sind nicht alle Inkasso-Forderungen zulässig. Besonders wenn Anbieter in Inkasso-Schreiben drohen oder übermäßig hohe Gebühren fordern, sollten Sie hellhörig werden. Was Sie tun können, wenn Sie vermuten, dass Betrüger:innen an Ihre Daten gekommen sind und wann Inkasso-Schreiben zur Kostenfalle werden, erfahren Sie hier:

Visualisierung eines Identitätsmissbrauchs. EIne Katze hält sich eine Mäusemaske vors Gesicht.

 

Checkliste: Schützen Sie sich vor häufigen Kostenfallen

Check

Achten Sie auf Ihre Einstellungen bei Apps und Geräten
Durch In-App-Käufe können schnell Kosten entstehen. Wenn Sie aber den Zugriff auf Zahlungsdaten nur mit zusätzlicher Eingabe eines Passworts erlauben, können ungewollte Käufe in der Regel verhindert werden. Wer niemals In-App-Käufe tätigen will, kann diese Funktion in den Einstellungen seines Gerätes auch deaktivieren.

Check

Behalten Sie Ihre Vertragslaufzeiten und Fristen im Blick
Viele Verträge verlängern sich nach Ablauf der zuvor vereinbarten Frist. Tragen Sie sich das letzte Kündigungsdatum Ihrer Verträge am besten im eigenen Kalender ein, um keines zu verpassen.

Check

Überprüfen Sie Angebote in Online-Shops sorgfältig
Schauen Sie am besten vor dem Kauf nach, ob es das gewünschte Produkt auch in anderen Shops zu kaufen gibt. Seien Sie aber vorsichtig wenn der Preis sehr stark vom Standardpreis abweicht. Nutzen Sie Vergleichsportale als Recherche-Tool, aber verlassen Sie sich nicht zu 100 Prozent auf die ausgegebenen Ergebnisse.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz