Was ist der Unterschied zwischen Prosecco, Sekt und Champagner?

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An Festtagen wie Weihnachten und Silvester gehören Sekt, Champagner und Prosecco für viele dazu. Worin unterscheiden Sie sich?

zwei Sektgläser
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Die Grundlage für die Herstellung von Schaumweinen wie Sekt, Prosecco spumante und Champagner ist die nochmalige Vergärung des Weines unter Zugabe von Zucker und Hefe. Hierdurch entsteht ein Überschuss an Kohlensäure, der beim Öffnen der Flasche entweicht.

Champagner darf nur aus den Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay bestehen. Diese Rebsorten müssen aus der Champagne in Frankreich stammen und per Hand geerntet werden. Eine weitere Besonderheit ist eine spezielle Flaschengärung, die mindestens 15 Monate, oft zwei und mehr Jahre dauert, der Champagner bekommt dadurch sein besonderes Aroma und die typische feine, langanhaltende Perlung der Kohlensäure.

Sekt kann sowohl in der Flaschengärung als auch im Tankgärverfahren hergestellt werden. Wird er als Winzersekt bezeichnet, ist er in der Flasche gegärt.

Prosecco war ursprünglich der Name einer weißen Rebsorte, welche nur im Nordosten Italiens in einem kleinen Teil der Region Venetien angebaut wurde, allerdings auch in anderen Ländern abgefüllt werden konnte. 2010 trat eine EU-Verordnung in Kraft: die Traubensorte Prosecco wurde in den Namen Glera umbenannt und der Name Prosecco gilt seither nur noch für einen Wein, der aus dieser Glera-Traube aus einer bestimmten Region im Nordosten Italiens gekeltert und abgefüllt wird. Beim Schaumwein Prosecco spumante entsteht die Kohlensäure durch Flaschengärung oder Gärung in Tanks.

Beim Prosecco Frizzante – er zählt per Definition zu den Perlweinen - wird die Kohlensäure durch Druck dem stillen Wein zugeführt. Nach dem Öffnen entweicht die Kohlensäure recht schnell. Perlwein unterliegt übrigens nicht der Sektsteuer, ist also meistens günstiger als ein Schaumwein.