Täglich werden mehr als 140 Tonnen Lebensmittel mit dem Flugzeug nach Deutschland transportiert. Ihr Anteil am Lebensmittelangebot beträgt zwar weniger als ein Prozent. Doch bei einem Flugtransport entstehen pro Kilogramm Lebensmittel bis zu 220mal mehr klimaschädliche Emissionen als bei einem Schiffstransport. Typische Luftfrachtgüter sind frische und leicht verderbliche Lebensmittel, wie eine im Auftrag der Verbraucherzentralen erstellte Studie zeigt. "An erster Stelle der Flugimporte steht Fisch aus Afrika, gefolgt von Gemüse wie Spargel aus Peru oder Bohnen aus Kenia", erläutert Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Auch exotische Obstsorten wie Mangos oder Ananas aus Afrika gelangen häufig per Luftfracht nach Europa.
Wie ein Lebensmittel transportiert wurde, erfährt der Verbraucher beim Kauf in der Regel nicht. "Wer beim Einkauf den Klimaschutz berücksichtigen will, sollte der Saison entsprechende, regional erzeugte Lebensmittel bevorzugen", empfiehlt Andrea Danitschek. Für klimafreundliche Weihnachtsmenüs rät die Expertin zu heimischem Karpfen, Feldsalat oder Rosenkohl anstelle von weitgereisten Exoten wie Viktoriabarsch, Spargel oder Erdbeeren. Alle Infos zur Studie und ein Saisonkalender für Obst und Gemüse sind auch online zu finden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de.
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

