Im Herbst haben Speise- und Zierkürbisse Hochkonjunktur. Schon seit einigen Jahren erfreut sich die alte Kulturpflanze wieder großer Beliebtheit. Wer Kürbis zur Zubereitung von Speisen verwendet, sollte wissen, dass Zierkürbisse nicht zum Verzehr geeignet sind. Sie enthalten Bitterstoffe, so genannte Cucurbitacine. Diese sind giftig und können schwere Magen-Darm-Störungen verursachen. "Vom Aussehen allein kann man nicht beurteilen, ob es sich um einen Zier- oder Speisekürbis handelt", betont Gabriela Tremp-Nientiedt, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Bestehen Zweifel, lässt sich durch Probieren vor dem Kochen und Würzen schnell feststellen, ob der Kürbis bitter schmeckt. Ist dies der Fall, sollte er nicht verzehrt werden.
Beim Einkauf rät die Verbraucherzentrale Bayern, auf die Kennzeichnung als Speise- oder Zierkürbis zu achten. Denn die Bitterstoffe wurden nur aus den kultivierten Sorten heraus gezüchtet. Fehlt eine deutliche Angabe, ist Vorsicht geboten. Hobbygärtner sollten bedenken, dass es zu Kreuzungen zwischen Speise- und Zierkürbissen kommen kann. Unter Umständen können nachfolgende Generationen wie die ursprünglichen Speisekürbisse aussehen, aber dennoch Bitterstoffe enthalten. Fragen zu Lebensmitteln und Ernährung beantwortet die Verbraucherzentrale Bayern unter Tel. 01805-829232 (14 Cent/Min, aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent/Min. aus dem Mobilfunk).
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