Federweißer ist Traubenmost, der sich durch natürlich enthaltene oder zugesetzte Hefen in Gärung befindet. Er ist jetzt im Herbst als saisonales Produkt wieder im Handel zu finden. Sein Name kommt von den schwebenden Hefeteilchen, die im Getränk aussehen wie winzige weiße Federchen. "Dabei entsteht Kohlensäure und Alkohol in Mengen, die leicht unterschätzt werden", erklärt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Am besten schmeckt Federweißer, wenn sich Süße und Säure die Waage halten. Er enthält dann etwa 4 bis 5 Volumenprozent Alkohol. "Das entspricht in etwa dem Alkoholgehalt von Bier, die berauschende Wirkung des Federweißen wird aber durch den süßen Geschmack nicht so deutlich wahrgenommen", sagt Moritz. Im Lauf der Gärung verliert das Getränk seine Süße und bekommt einen zunehmend herben Geschmack. Der Alkoholgehalt steigt auf bis zu 11 Volumenprozent.
Vorsicht ist bei Einkauf, Transport und Lagerung geboten. Da die Gärung noch nicht abgeschlossen ist, muss der Verschluss der Flaschen luftdurchlässig sein, damit die Kohlensäure entweichen kann. Mit einem gasdichten Verschluss könnte der Kohlensäuredruck die Flaschen platzen lassen. Außerdem sollten die Flaschen immer stehend gelagert werden. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, Federweißen rasch zu trinken oder einige Tage im Kühlschrank aufzubewahren. Danach verliert er seine Spritzigkeit, weil keine Kohlensäure mehr gebildet wird. Schmeckt das Getränk noch zu süß, kann es sechs bis acht Stunden bei Zimmertemperaturen stehen bleiben. Fragen zu Lebensmitteln und Getränken beantwortet die Verbraucherzentrale Bayern telefonisch unter 01805 829232 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent/Minute aus dem Mobilfunk).
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