Bei sommerlichen Temperaturen steigt das Risiko von Lebensmittelinfektionen. Fleisch oder Fisch sind allgemein als leicht verderblich bekannt. Doch auch pflanzliche Lebensmittel können Nährboden für unerwünschte Keime sein. Laut Verbraucherzentrale Bayern zählen dabei abgepackte Sprossen zu den besonders gefährdeten Erzeugnissen. Keimlinge von Radieschen, Linsen oder Mungobohnen sind nur absolut frisch ein gesunder Genuss. "Die feuchtwarmen Wachstumsbedingungen für Keimlinge bieten auch ein optimales Umfeld für Bakterien und Schimmelpilze", so Ernährungswissenschaftlerin Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Das Infektionsrisiko steigt, wenn die Sprossen nicht durcherhitzt werden. Kleine Kinder, Schwangere, ältere oder immungeschwächte Menschen sollten daher auf den Verzehr roher Sprossen verzichten.
Nach dem Kauf gehören abgepackte Keimlinge sofort in den Kühlschrank, bei Sommerhitze transportiert man sie am besten in einer Kühltasche nach Hause. Sie sollten möglichst innerhalb von ein bis zwei Tagen verbraucht werden. Durch gründliches Waschen der Sprossen lässt sich die Keimzahl etwas reduzieren, besser ist es jedoch, diese kurzzeitig zu blanchieren. Eine vitaminärmere, aber hygienisch sichere Alternative sind Sprossen aus dem Glas. Fragen zum Thema Lebensmittelhygiene beantworten die Experten der Verbraucherzentrale Bayern telefonisch unter 01805-829232 (14 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Cent/Min. aus dem Mobilfunk).
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