Immer mehr Bankkunden können ihre Kredite nicht zurückzahlen. Dies lässt befürchten, dass Darlehen in Zukunft schwieriger zu bekommen sind. Vor allem ältere Menschen ohne größere Einkünfte haben dann das Nachsehen, so die Verbraucherzentrale Bayern. Pensionäre sollten deshalb eine Sicherheit bieten. Eine Bürgschaft oder die Verpfändung eines Wertgegenstandes können Anreiz für das Geldinstitut sein, das Darlehen zu gewähren. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, nahe Angehörige in den Vertrag miteinzubeziehen. "Wichtig ist, selbstbewusst aufzutreten und sich nicht zu schnell abweisen zu lassen", rät Susanne Götz, Finanzberaterin der Verbraucherzentrale Bayern. Nach einer Absage sollte der Antragssteller gegebenfalls mit Verweis auf eine lange Kundenbindung darum bitten, dass seine Unterlagen erneut geprüft werden. Wird ihm der Kredit auch dann verweigert, ist es ratsam, bei anderen Banken anzufragen. "Ein Vergleich der unterschiedlichen Konditionen und Angebote lohnt sich auf jeden Fall", betont die Expertin.
Vorsicht ist angebracht bei Kreditangeboten, die in Kleinanzeigen und im Internet erscheinen. Hinter Slogans wie "Kredite für jedermann" verbergen sich häufig Kreditvermittler, die für ihre Arbeit hohe Gebühren verlangen. "Außerdem ist das Darlehen meist hoch verzinst oder wird erst gar nicht ausgezahlt", warnt Götz. Fragen zum Thema Kredite beantworten die Finanzexperten der Verbraucherzentrale Bayern in den Beratungsstellen München und Nürnberg. Termine für eine persönliche Beratung können vereinbart werden unter Tel. (089) 53987-27 und Tel. (0911) 2426-525 oder per E-Mail an geldanlage@vzbayern.de.
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