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Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Bayern

17.03.2010
Nicht mit dem Vertrauen der Verbraucher spielen

Ob Verbrauchertäuschungen, Mogelpackungen oder Lücken in der Kennzeichnung – an brisanten Themen mangelte es nicht beim gestrigen Besuch des bayerischen Ernährungsministers Helmut Brunner bei der Verbraucherzentrale Bayern. "Nur Ehrlichkeit und Transparenz schafft das notwendige Vertrauen der Verbraucher in den Lebensmittelmarkt", sagt Marion Breithaupt-Endres, Vorstand der Verbraucherzentrale Bayern. Sie setzt sich für eine Regelung ein, nach der Lebensmittel-Imitate auch als solche benannt werden. Auch Ernährungsminister Helmut Brunner fordert eine bessere Aufklärung: "Die Verbraucher müssen zweifelsfrei erkennen und sich dann bewusst entscheiden können, ob sie Original oder Imitat kaufen." Laut Brunner arbeitet Brüssel derzeit auch auf Verlangen Bayerns an einer entsprechenden Änderung des Kennzeichnungsrechts. Zudem habe der Freistaat die Lebensmittelüberwachung in diesem Bereich verstärkt und eine Informationskampagne über die Verwendung von Käseimitaten gestartet.

Diskutiert haben der Minister und die Verbraucherzentrale-Chefin auch über die Herkunftskennzeichnung auf Lebensmitteln. Laut einer Umfrage der Verbraucherzentrale wünschen sich viele Verbraucher eine bessere Kennzeichnung. Brunner sprach sich für transparente und leichtverständliche Informationen aus und hob die Notwendigkeit einer regionalen Kennzeichnung hervor. Allerdings könne dies nicht im Alleingang und ohne eine entsprechende EU-Regelung erfolgen. Im Mai werde sich das EU-Parlament wieder mit dieser Thematik befassen.

Beeindruckt zeigte sich Minister Brunner vom umfangreichen Angebot zur Ernährungbildung. Die Ernährungsexpertinnen der Verbraucherzentrale haben für Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen alterspezifische Aktionen konzipiert, die stark nachgefragt werden. Einig waren sich Staatsminister Brunner und Vorstand Breithaupt-Endres bei ihrem Treffen in München, dass gezielte Maßnahmen zur Ernährungsbildung wichtige Instrumente sind, um Verbraucherkompetenz zu fördern. Gerade hier wolle man künftig weiterhin eng zusammenarbeiten.


Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Bayern, Mozartstraße 9 , 80336 München
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/link700001A.html