Die traditionelle Fastenzeit ist für viele Menschen ein Anlass, die eigenen Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen. "Bewusst auf Süßigkeiten und Alkohol zu verzichten oder den Fleischkonsum einzuschränken, ist in jedem Fall ein Gewinn für die Gesundheit. Eine radikale Fastenkur dagegen kann auch Risiken bergen", so Ernährungswissenschaftlerin Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Für Diabetiker, Menschen mit Essstörungen, Untergewichtige, Schwangere oder Stillende ist radikales Fasten nicht geeignet. Auch Personen mit erhöhten Harnsäurewerten dürfen nicht fasten, da die Gefahr eines akuten Gichtanfalls besteht. Grundsätzlich sollte eine Fastenkur nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.
Bei Abnehmwilligen sehr beliebt ist das sogenannte Heilfasten. Aus ernährungsmedizinischer Sicht gilt es nicht als geeignete Methode für eine dauerhafte Gewichtsabnahme. Viele positive Wirkungen sind wissenschaftlich kaum oder nur unzureichend belegt. "Eine Heilfastenkur kann für den Einzelnen jedoch einen Impuls hin zu einem veränderten, bewussteren Lebensstil bedeuten", so das Fazit der Ernährungsexpertin. Fragen rund ums Thema Ernährung beantwortet die Verbraucherzentrale Bayern unter Tel. 01805-829232 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen).
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