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Antioxidantien: Helfer gegen freie Radikale

Antioxidantien schützen vor oxidativem Stress, vor Oxidation. Oxidation lässt sich täglich beobachten: Butter, die zu lange an der frischen Luft steht, wird ranzig, angeschnittene Äpfel verfärben sich braun, Eisen rostet und Gummi wird spröde. Auslöser für oxidativen Stress im Körper sind so genannte freie Radikale, die zum einen vom Körper während verschiedenster Stoffwechselprozesse selber gebildet werden, zum anderen durch Zigarettenrauch, Umweltgifte oder die UV-Strahlung der Sonne entstehen.

Der Körper hat ein gut funktionierendes Schutzsystem, um die freien Radikale in Schach zu halten. Einzelne Vitamine und Mineralstoffe, die antioxidative Wirkung haben, sind Bestandteil dieses Systems. Dass etwa Vitamin C Oxidation verhindert, sieht jeder, der Apfelschnitze mit Zitronensaft beträufelt: Sie behalten ihre natürliche Farbe.

Als weitere Oxidationshemmer, die in unserer Nahrung vorkommen, gelten nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand zum Beispiel Vitamin E, Selen, Beta-Carotin sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Flavonoide, Lykopin (Tomate) oder Allicin (Knoblauch). Eine Kost, reich an pflanzlichen Lebensmitteln, ist deswegen für unsere Gesundheit so wichtig. Wer dagegen zuviel antioxidativer Stoffe isoliert einnimmt, zum Beispiel als Nahrungsergänzungsmittel, der erfährt möglicherweise eine gegenteilige - negative – Wirkung.

So zeigt eine Link öffnet in neuem Fensterkürzlich veröffentlichte Studie, dass die gesundheitsfördernde Wirkung körperlicher Bewegung durch die Einnahme von Antioxidantien in Form von Vitamin C und E als Präparate sogar unterdrückt wird. Die Forscher vermuten sogar, dass Antioxidantien das Diabetes-Risiko erhöhen könnten.
Wichtig: Der gesundheitsfördernde Effekt von frischem Gemüse und Obst bleibt unbestritten.

Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Bayern e.V., Mozartstraße 9 , 80336 München
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/link519631A.html