Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

seit 50 Jahren Verbraucherzentrale Bayern - Wir helfen entscheiden!

Beratungsstellen

Ratgeber zum Thema:

Cover des Ratgebers Schlank bleiben

Schlank bleiben


12,90 EURO
248 Seiten

Zum Ratgeber-Shop

Aktuelle Ergebnisse der

Stiftung Warentest

Essen ab 50

Schlank und fitbleiben

Erdbeerjogurt

Nur einer ist sehr gut

Weitere Beiträge

Fruchtzucker: Rasch zuviel genascht

Birnen, Äpfel, Fruchtsaft, verschiedene Milchprodukte, Müsli und manche Süßigkeiten haben eines gemeinsam: Sie enthalten Fruchtzucker (Fruktose). Was Gesundheitsbewusste und Naschkatzen häufig nicht wissen: Ein übermäßiger Genuss von Fruchtzucker kann Magenschmerzen und Durchfall auslösen. Vielen vermeintlich kalorienarmen Wellness-Getränken beispielsweise sind etwa 40 Gramm Fruchtzucker pro Liter zugesetzt. Eine Aufnahme von mehr als 35 Gramm pro Mahlzeit gilt aber bereits als bedenklich. Selbst ein Joghurtbecher mit geringem Zuckeranteil enthält immerhin noch 15 Gramm Fruktose.

  • Fruchtzucker liegt bei Herstellern im Trend: In vielen Früchten und Gemüsen sorgt Fruktose bereits auf natürliche Weise für Süße. Aber auch in der Lebensmittelproduktion wird immer häufiger Fruchtzucker oder Fruchtzuckersirup anstelle von Kristallzucker verwendet. Denn Fruchtzucker ist preiswerter in der Herstellung und besitzt eine zehn bis zwanzig Prozent höhere Süßkraft als herkömmlicher Haushaltszucker. Fruktose überdeckt zudem den unangenehmen Geschmack von Süßstoffen und verstärkt das fruchtige Aroma in Lebensmitteln – etwa in kalorienarmen Produkten.

  • Gesundheitliche Probleme weit verbreitet: Fruchtzucker hat an und für sich ein positives Image. Doch der menschliche Verdauungsapparat ist für die Verarbeitung von zu viel Fruktose nicht geschaffen. Etwa jeder Dritte kann die Aufnahme von mehr als 25 Gramm Fruchtzucker pro Tag nicht vertragen und leidet an einer Fruktoseunverträglichkeit mit Magen- und Darmbeschwerden. Aber auch für gesunde Menschen und Kinder können mehr als 35 Gramm pro Mahlzeit – die etwa in zwei Gläsern Apfelsaft stecken – schon zu viel sein.

  • Süßmittel unter Tarnkappe versteckt: Hinter Bezeichnungen auf der Verpackung wie „weniger süß“, „weniger Zucker“, „ohne Kristallzucker“ oder „Traubenfruchtsüße“ verbirgt sich oft ein hoher Fruktoseanteil. Auch fettarme Milchprodukte, etwa probiotische Joghurtdrinks, können Fruchtzucker enthalten. Das trifft auch auf Mineralwässer mit Fruchtgeschmack, Wellness- und Diät-Erfrischungsgetränke zu. Verbraucher sollten besonders achtsam sein, wenn Produkte mit dem Etikett „kalorienarm“ versehen sind.

  • Tipps für Verbraucher: Fünf Portionen Obst und Gemüse täglich – eine davon in Form von Saft – sind gesund und völlig in Ordnung. Aber eine Fruchtzuckeraufnahme darüber hinaus sollte möglichst eingeschränkt werden. Kunden wird deshalb empfohlen, beim Kauf darauf zu achten, ob Fruktose, Fruchtzucker oder Fruktose-Glukose-Sirup in der Zutatenliste der Produkte aufgeführt sind. Diätprodukte zum Beispiel enthalten of Fruktose. Sie sind jedoch völlig überflüssig. Fruchtsäfte sollten nur in Maßen getrunken werden – maximal ein Glas pro Tag, zum Beispiel als Schorle mit ein Drittel Saft und zwei Drittel Wasser. Erfrischungs- und Wellness-Getränke, die Fruchtzucker enthalten, können getrost im Regal stehen bleiben.



Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Bayern e.V., Mozartstraße 9 , 80336 München
Sie finden es im Internet unter: http://www.verbraucherzentrale-bayern.de/link500921A.html