Beispiele für solche Diäten sind "Slim Fast", "Modifast", "bionorm", "Day-Fit", "Herbalife Formula 1", "Cambridge-Diät", "Juice Plus+®" "Complete", "Figuactiv" und viele mehr. Die Formula-Diäten enthalten unterschiedliche Eiweißquellen, zum Beispiel Milch, Molke, Soja und Lupine. Produkte auf Soja-Basis können aus gentechnisch verändertem Soja hergestellt sein (kennzeichnungspflichtig) oder aber nicht deklarationspflichtige Spuren von Gen-Soja enthalten. Solche Reste wurden bei Untersuchungen im Auftrag des Magazins "Öko-Test" bei einigen Produkten gefunden. Wer ganz sicher sein will, sollte auf das neue Logo "Ohne Gentechnik" achten.
Bewertung der Verbraucherzentralen
Die allein durch den Einsatz einer solchen Formula-Diät erzielte Gewichtsabnahme ist wegen der notwendigen, aber nicht erfolgten Verhaltensänderung selten von langer Dauer. Nach den vorgeschriebenen Wochen des eintönigen Geschmacks wird oft wieder gegessen wie vor der Diät. Der Körper nimmt schnell wieder zu, weil er immer noch auf Sparflamme arbeitet und wenig Energie verbraucht. Oft erreichen Sie so ein höheres Gewicht als zu Beginn der Diät. Ein Einsatz ist am ehesten sinnvoll, wenn aus medizinischen Gründen schnell abgenommen werden muss, zum Beispiel vor einer Operation.
Einige Firmen setzen eine Formula-Diät (beispielsweise BCM-Diät Start Kost, Optifast) zu Beginn der Gewichtsreduktion für wenige Tage bis einige Wochen mit dem Ziel ein, die Motivation durch anfänglich schnellere Gewichtsabnahme zu steigern. Anschließend beginnt das wichtige Training, das Essverhalten zu ändern. Besonders um die Kunden bemühte Firmen fördern die Abnahme durch ein zusätzliches Bewegungsprogramm.
Fazit
Formula-Diäten ohne eine konsequente, dauerhafte Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und mehr Bewegung (Rezepte und Infoblätter mit Turnübungen alleine reichen dazu nicht!) sind wegen der Gefahr des Jo-Jo-Effekts auf jeden Fall nicht gesundheitsförderlich.


